Valparaíso
mit seinen bunten Häuser, seinen beeindruckenden Graffitis und
seinen alten Aufzügen hat einen ganz besonderen Charme. Heute will ich aber etwas über die
Nachbarstadt von Valparaíso schreiben. Der Übergang
von Valparaíso nach Viña del Mar ist fließend, die beiden Städte
gehen praktisch ineinander über.
Trotzdem
findet man sich, kaum ist man in Viña, in einer ganz anderen Welt
wieder. Alles ist hier viel sauberer, teuer aussehende, moderne
Hochhäuser säumen die Strandpromenade, insgesamt sieht alles viel
amerikanischer aus.
Es
gibt mehr Strände, eine große Mall und eine sehr lange
Strandpromenade, auf der man joggen, Fahrradfahren, spazieren oder
sich auf Sportgeräten austoben kann. Zudem finden sich dort
unzählige hochklassige Restaurants jeder Geschmacksrichtung, dafür
fast keinen Verkauf von billigem Essen auf der Straßen. Auf den
Straßen der Stadt sind auch mehr noble Autos unterwegs, als in
Valparaíso, zudem gibt es Kutschen, die von Pferden gezogen werden
und Touristen durch die Stadt kutschieren.
Ein
touristisches Highlight Viñas ist die „Reloj de flores“, die
Blumenuhr. Hier wimmelt es meistens nur so vor Touristen. Ab und zu
kommt es auch vor, dass die Uhr am Morgen eine falsche Zeit anzeigt,
wenn nämlich Betrunkene sich einen Spaß erlauben und die Zeiger
nachts verschieben. Insgesamt eine nett anzuschauende Uhr, aber
sicher nicht unter den Top-127-Orten meines Chile-Aufenthalts.
| María Paz und ich um kurz nach 6 bei der Blumenuhr |
In
dieser Woche findet in Viña ein großes Musikevent statt. Dazu
kommen bekannte Künstler in die Stadt. Der für mich bekannteste
Musiker in diesem Jahr ist Yusuf, der ehemalige Cat Stevens. Vor den
teuersten Hotels der Stadt, in denen die Musiker nächtigen, finden
sich momentan immer große Menschenmengen, die hoffen, Blicke auf
ihre Stars erhaschen zu können. Dadurch ist meine Joggingstrecke für
diese Woche etwas blockiert.
| Fans warten auf Luis Fonsi, Jogger und Radfahrer haben das Nachsehen |
Ja,
soviel zu Viña del Mar. Heute geht’s bei mir weiter mit dem
Praktikum, aber zum Glück steht nur eine kurze Woche an. Ab Freitag
geht’s dann für vier Tage in den Süden. Dort wollten wir
eigentlich den Vulkan Villarrica besteigen, aber der ist leider
letzte Wochen ein bisschen ausgebrochen und somit gesperrt. So bin
ich selbst gespannt über was ich berichten werden kann, wenn ich
zurückkomme.