In diesen Tagen
ist Fußballspielen leider keine Option, aber man kann ja immer noch in den
Tonnen an Erinnerungen schwelgen, an denen wir Woche für Woche in der
Vergangenheit gearbeitet haben. Auf Facebook ist momentan eine Challenge im
Umlauf, in der man seine Freunde dazu nominieren kann, Fußballerinnerungen zu
posten. Dazu wurde ich von Jakob, dem besten Flankengeber, Freistoßkünstler und
Freisportpartner, nominiert, habe aber beschlossen die Fotos nicht im Rahmen
der Challenge auf Facebook zu posten (da ich selbst viel mit Daten arbeite,
fühle ich mich nicht so wohl, zu einer Datenbank mit Bildern, die alle das
Label „Fußball“ haben für Facebook beizutragen). Weil ich die Idee trotzdem
richtig cool finde, und auch viele Erinnerungen mit dem runden Leder habe, will
ich in diesem Blogeintrag fünf meiner schönsten Fußballmomente teilen.
Die gute alte
Freisportanlage: Dieses Bild steht stellvertretend für tausende von Stunden von
richtig guten Spielen, Mini-WM, Technik oder einfach nur aufs Tor bolzen oder zwörbeln.
Müdigkeit gab es eigentlich nie, und es war nicht unüblich nach intensiven
Spielen am Morgen nach dem Mittagessen wieder den ganzen Nachmittag dort zu
verbringen. Da damals Smartphones noch kein ständiger Bestandteil unseres
Lebens waren, gibt es sehr wenige Fotos von dieser Zeit.
Fußball ist eine
Sprache, die auf der ganzen Welt gesprochen wird und Menschen verbindet.
Das habe ich nicht nur während meines Freiwilligendienstes in Peru gelernt.
Selbst in den hinterlegendsten Ecken der Anden gibt es Fußballplätze und wenn
man sich an die Höhenluft gewöhnt, kann man auch hier Tore erzielen und
Fußballfeste feiern. Das Foto stammt von einem Fußballspiel, bei dem ich nicht
selbst gespielt habe, sondern das ich zwischen den Schülern meiner Schule und
des Kinderdorfs organisiert hatte. Wer das Spiel in ganzer Länge nachlesen
möchte, dem empfehle ich diesen sehr alten Blogartikel: Link.
Eines der emotionalsten
Fußballspiele, das ich je gespielt habe war das Relegationsspiel 2014 mit dem
SV Veitshöchheim gegen Teilheim, bei dem es um den Aufstieg ging. Vor großer Kulisse
lieferten wir einen Kampf, der uns bis in die Verlängerung führte und standen
nach 120 Minuten als Sieger da. Dann gab es kein Halten mehr und die Fans, die
uns über das ganze Spiel lautstark unterstützt hatten stürmten den Platz.
Dass manchmal nur
Zentimeter zwischen Feiern und Trauern liegen, musste ich in diesem Spiel
schmerzhaft lernen. Wir lagen 2:1 gegen Retzstadt hinten und brauchten dringend
Punkte gegen den Klassenerhalt. Kurz vor Schluss wurde ich herrlich von Dino freigespielt
und hob den Ball mit dem linken Fuß über den herauslaufenden Torhüter. Leider
konnte der Verteidiger das Tor gerade noch so in einer artistischen Situation
verhindern.
Abschiede sind
immer traurig, jedoch wird mir der Abschied vom ASV Waldleiningen – wie auch
die gesamten 4 Jahre die ich bei dem Verein während meines Studiums verbracht
habe – in allerbester Erinnerung bleiben. Das letzte Spiel vor meiner Abreise
nach Chile führte uns zum Aufstiegsfavoriten Wiesenthalerhof. Nach ca. 20
Minuten köpfte Max den Ball in meinen Lauf und ich überwand den Torhüter zum 1:0.
Wir verteidigten die restlichen Minuten mit Glück und Geschick und konnten so
drei wichtige Punkte einfahren und fröhlich meinen Abschied feiern. Nach Siegesgesang, Pizza
und Bier gab es dann noch Zeit für viele lustige Abschiedsfotos.
Tore, Siege, tolle
Spielzüge, Situationen die einen Jahre später noch ärgern, Feiern mit den Fans und
mit der Mannschaft, aufmunternde Worte nach Niederlagen, das sind die Elemente,
die den Fußball für mich einzigartig machen. Aber es gibt eines was noch
wichtiger ist, und das sind all die riesigen Persönlichkeiten der Mitspieler und Trainer die ich hatte, sei es beim Bolzen auf der Frei, beim SV Veitshöchheim in Jugend
und Aktive, in Peru, beim ASV Waldleiningen oder jetzt in Chile.









