Valparaíso

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Sonntag, 29. Dezember 2019

Vorweihnachtszeit und Nachweihnachtszeit


Für Freunde visueller Elemente in diesem Blog wird die folgende Nachricht ein dumpfer Schlag in die Magengrube sein: Leider hat meine Kamera ihren Geist aufgegeben und so wird zum einen dieser Blogartikel sehr textlastig sein und zum anderen musstet ihr lange auf diesen Eintrag warten (Kilos in nervöser Wartestellung abgeknabberter Fingernägel haben sich sicherlich schon angehäuft), da ich normalerweise auf ein paar gute Fotos warte und dann bunte Worte drumherum drapiere.

Zum Glück gibt es noch ein paar Archivfotos, die ich zur Beruhigung der strapazierten Nerven zwischendurch einfügen kann und mit den Handys schießen wir auch ab und zu ein paar Fotos oder Videos. Zum Beispiel haben wir seit kurzen ein neues Gemälde im Innenhof unseres Gartens, das ein lokaler Künstler innerhalb von zwei Tagen an die Wand geklatscht hat.


Im Dezember haben sich María Paz und ich für einen Monat in einem Schwimmbad eingeschrieben. Einen Monat erstmal nur, da ich sehen wollte, ob es überhaupt Spaß macht und zum anderen gibt es im Januar sicherlich den Peak der guten Vorsätze und es wird deutlich voller. Nachdem die erste Session aufgrund fehlender Muskeln und schneller Ermüdung trotz langer Pausen schnell beendet war, steigerten wir uns von Woche zu Woche und können mittlerweile schon auf den schnelleren Pisten mithalten.


Ebenfalls für den ganzen Monat machte ich einen Online-Kurs auf der Plattform Coursera. Die Firma bezahlte und ich konnte mir stundenlanges Videomaterial und Programmierübungen zum Thema Deep Learning reinziehen. Da man bei Registrierung für einen Kurs auch gleichzeitig für alle anderen Kurse der gleichen Spezialisierung Zugriff bekommt, machte ich mir einen Zeitplan und absolvierte gleich mehrere Kurse auf einmal. Der Kurs wird von Andrew Ng angeboten, einer der führenden Köpfe weltweit wenn es um Deep Learning geht. Er hat eine außergewöhnliche Gabe, wenn es dazu kommt, komplizierte Sachverhalte einfach aber kompakt zu erklären.


Passend zum Thema nahm ich an einem Global Artificial Intelligence Bootcamp in Valparaíso teil. Das fand an einem Samstag statt und der Ort war ein sehr innovativ eingerichtetes Büro. Mit modernen Holztischen, vielen Steckdosen, Sofas, sehr gelben Glühbirnen und Grasquadraten an der Decke. Insgesamt gab es vier Vorträge zu den Themen: Bilder, Audios, Texte und „Warum wir keine Künstliche Intelligenz (in der Firma) benutzen“. Zwischendurch gab es Essen und Trinken und Gewinnspiele (alles gratis, gesponsert von einem der führenden Cloudservice-Anbieter). Ich bin auf dem unteren Foto der gelbe Mensch am linken Bildrand.


An den Wochenenden fabrizierten María Paz und ich wieder fleißig Plätzchen für Weihnachten. Es sind nicht ganz so viele geworden wie die letzten Jahre aber genug um alle hungrigen Schleckermäuler zufriedenzustellen. Allgemein ist die Weihnachtsbäckerei in Chile nicht so beliebt wie in Deutschland (die Produkte dafür um so mehr), da es einfach sehr warm ist und draußen lange hell. Deshalb kommt man nicht so einfach auf die Gedanken, den Ofen anzumachen.
Weihnachten verbrachten wir wieder mit der Familie und den Großeltern von María Paz. Es gab ein leckeres (veganes) Weihnachtsessen und dann den traditionellen Geschenkeaustausch. Ich bekam unter anderem zwei Raupen geschenkt, die man so ähnlich wie Marionetten zu verschiedensten Bewegungen animieren kann.


Leider kommt Valparaíso nicht zur Ruhe und nachdem die Proteste im letzten Monat stark zurückgegangen sind, wurden Teile der Stadt von einem Brand verwüstet. Insgesamt über 200 Häuser fielen den Flammen zu Opfer, und das ausgerechnet an Weihnachten. Zum Glück ist die Stadt sehr solidarisch und krisenerprobt: Es ist eine große Welle an Spenden sowie freiwilligen Helfern zusammengekommen, um so schnell wie möglich beim Wiederaufbau oder Neuanfang der betroffenen Familien zu helfen.

Dienstag, 26. November 2019

Karibikträume


Schließ die Augen und stelle dir vor du liegst an einem Strand. Das türkisblaue Wasser schlägt in leichten Wellen an Land und rauscht leise im Hintergrund. Ein leichter Wind rauscht durch die Palmen über dir, die dir Schatten spenden. In der Ferne springen zwei rosafarbene Delfine dem Sonnenuntergang entgegen.


Was sich anhört, wie der Einstieg in eine Entspannungsübung, ist auch einer.  Delfine haben wir leider keine gesehen und schon gar keine rosafarbenen. Trotzdem war der Urlaub, den María Paz und ich in der Karibik verbrachten geprägt von idyllischen Strandlandschaften und viel Entspannung. Wir waren in einem All-Inclusive Ressort in Bayahibe in der Dominikanischen Republik untergebracht. Zu Fuß von unserem Zimmer zum Strand waren es nur fünf Minuten.



All-Inclusive heißt vor allem: sich überhaupt keine Sorgen ums Essen zu machen. Es gab für das Frühstück, Mittagessen und Abendessen jeweils ein täglich wechselndes, reichhaltiges Buffet, das auch Vegetarier-Herzen höher schlagen ließ. Mittags gab es zusätzlich ein italienisches Nudelrestaurant und abends konnte man zwischen italienisch, karibisch und Steakhouse wählen. Außerdem gab es am Strand Crêpes und rund um die Uhr Pizza. Wir aßen nicht viel, aber oft. Und wenn, dann viel.


Jeden Tag gab es verschiedene Aktivitäten, die vom Animationsteam organisiert wurden. Ich nahm fleißig an Beach-Volleyballspielen teil, und mit María Paz machten wir Stretching, Tanzkurs und Gymnastik im Meer. An einem Tag gab es eine Paella-Party, an einem anderen eine Kokosnuss-Party und viele weitere Aktivitäten. Zwischendurch lagen wir am Strand und bräunten uns. Das Meer wartete mit angenehmen Temperaturen, um sich abzukühlen.


Abends gab es auch immer eine Art Show, meistens waren es Tanzshows, aber es gab auch einen Zirkus mit Akrobaten, „König der Löwen“ mit den Kindern des Ressorts in Nebenrollen und ein Karaoke, bei dem María Paz und ich auch ein Lied vortrugen. Ich war allerdings aufgrund mangelnder Textsicherheit nur brummend im Hintergrund, während María Paz die Leadrolle übernahm.


Nach lediglich zehn Tagen am Strand war der Urlaub leider schon wieder vorbei und wir flogen zurück nach Chile. Die gewünschte Entspannung war jedoch mehr als erfüllt geworden und so kommen wir mit Energie und schönen Erinnerungen zurück nach Valparaíso.



Samstag, 2. November 2019

Auftritt bei der LatinR Konferenz

In meiner Arbeit versuche ich täglich aus großen Datenmengen Informationen zu gewinnen und diese in einer verständlichen Art und Weise darzustellen. Wie dies geschieht ist in meinem Team jedem freigestellt, manche benutzen Excel und PowerPoint, andere SAS und wieder andere Python. Für die meisten Aufgaben benutze ich R, eine Programmiersprache die von Statistikern für Statistiker entwickelt wurde, mittlerweile aber ein Allrounder ist, der besonders in der Arbeit mit Daten manchmal Wunder vollbringt.

Seit ich während meiner Masterarbeit ein Poster beim European Congress for Stereology and Image Analysis präsentieren und dabei erstmals Konferenzluft schnuppern durfte, bin ich ein großer Fan von Konferenzen. 2018 besuchte ich drei Konferenzen in Santiago und dieses Jahr bewarb ich mich als Speaker für die LatinR Konferenz (Link), bei der es um die Programmiersprache R ging.

Das Thema, das ich vorschlug war Fuzzy merging. In einfachen Worten geht es darum Worte, die das gleiche meinen zu finden, auch wenn sie unterschiedlich geschrieben sind. Ein paar Beispiele sind Firmennamen (McDonald’s vs. MCDONALDS), Beschreibungen von Verkaufsgegenständen auf Ebay (Apple Iphone vs iPhone) oder Personennamen und –adressen (Alex Schmidt, Hauptstraße 21 vs. Alexander Schmidt, Hauptstr. 21).

Meine Bewerbung wurde akzeptiert und so war ich ganz aufgeregt, während ich meinen Vortrag unzählige Male zuhause vor dem Spiegel und im Wohnzimmer probte. Auch in der Firma machte ich eine Art Generalprobe, nach der ich nochmal ein bisschen Feedback bekam und die Präsentation verbesserte. Ich hatte früher im Jahr an einem Präsentations-Workshop teilgenommen, der mich sehr inspiriert hat. Einer der Hauptpunkte war, dass Storytelling extrem wichtig ist, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu bekommen und länger im Gedächtnis zu bleiben. Das versuchte ich in meiner Präsentation einzubauen.

Nun aber zu Konferenz. Sie fand vom 25.-27. September in Santiago statt. Es gab drei große Keynote-Speaker. Mine Çetinkaya-Rundel von der University of Edinburg, die über die Lehre mit R in Universitäten sprach und Erin LeDell von H2O.ia und Mitgründerin von R-Ladies. Sie sprach über Machine Learning mit R und die Vorteile H2O für diese Zwecke. Und als absolutes Highlight die – wahrscheinlich – aktuell berühmteste Person in der R-Welt: Hadley Wickham, Chief Data Scientist bei RStudio und Entwickler von einigen der meist benutzen R Packages, die ich auch tagtäglich benutze.

Hadley Wickham während seiner Präsentation.

Ich hatte Glück, denn meine Präsentation fand relativ am Anfang statt, sodass ich die Aufregung schnell hinter mir hatte.  Im Moment der Präsentation machte sich die viele Übung aber bezahlt, denn ich war innerlich sehr ruhig, hatte die richtigen Worte zur Hand und konnte ins Publikum gucken und den Auftritt in gewisser Weise genießen. Erick, der Chef von meinem Chef begleitete mich zu der Konferenz und machte auch ein Video von meinem Auftritt.




Nach der Präsentation gab es mehrere Fragen, die ich alle beantworten konnte, aus meiner Sicht war es ein erster erfolgreicher Auftritt bei einer Konferenz und es machte Spaß! Im Anschluss konnte ich ganz entspannt den restlichen Vorträgen lauschen und mir einige Inspirationen für zukünftige Projekte holen. Außerdem bekam ich eine Widmung von Hadley Wickham in ein Buch von ihm, das ich besitze (ggplot2). 

Ich habe schon (über Twitter) gehört, dass es im Januar ein SatRdays Event in Concepción (10 Stunden südlich von Santiago) geben wird. Momentan habe ich kein fertiges Thema über das ich sprechen könnte, aber es wäre eine tolle Möglichkeit für den nächsten Auftritt.

Sonntag, 20. Oktober 2019

Proteste in Chile


Während den letzten beiden Tagen hat es in Chile heftige Proteste und Ausschreitungen gegeben. Ursache für die Proteste ist die enorme soziale Ungerechtigkeit, die im Land herrscht. Der Präsident Sebastian Piñera rief den Notzustand aus und übergab die Kontrolle der Stadt Santiago de Chile an das Militär.

Da in Deutschland wenig Information zu den Hintergründen dieser Proteste gibt, will ich in diesem Artikel versuchen zu erklären, was passiert. Das ist nicht so einfach, weil viele Fake-News und Halbwahrheiten in den sozialen Netzwerken wie Twitter kursieren und auf der anderen Seite die Fernsehkanäle den ganzen Tag nur über die Resultate sprechen und wie man die Sicherheit im Land wieder herstellen kann, aber kaum auf die Ursachen eingehen.

Der Hauptgrund für die Proteste ist soziale Ungerechtigkeit. Dies sind nur einige der Punkte, die in den letzten Jahren und Monaten für Wut unter den Bürger gesorgt haben.
  • 50% der Personen mit Anstellung verdienen weniger als $400.000 CLP (~500€) im Monat. [Link auf Spanisch ] Die 45-Stunden Woche ist Standard in Chile, aber es gibt auch Jobs in denen die Menschen deutlich länger arbeiten müssen (z.B. die Wächter des Gebäudes in dem ich arbeite, arbeiten jeden Tag von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends).
  • Informelle Jobs sind überall zu sehen: Musiker in der Metro und auf der Straße, Verkäufer von Muffins, Schokolade oder Sandwiches, Akrobaten und Jongleure an den Ampeln und alte Menschen, die Pflaster für $100 CLP verkaufen, um sich irgendwie den Lebensunterhalt zu verdienen.
  • Das öffentliche Gesundheitssystem ist eine Katastrophe. Glücklicherweise hatte ich bisher wenig Kontakt mit Krankenhäusern, aber die Wartezeiten sind unglaublich lang. Die Wartezimmer (eher Wartesäle) sind oft überfüllt.
  • Gleichzeitig ist (gute) Bildung sehr teuer in Chile und viele Studenten müssen sich hoch verschulden, um studieren zu können.Auf der anderen Seite verdienen Politiker im Durchschnitt knapp über $6.000.000 CLP (~ 7500€). Damit hat Chile von allen Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OWZE) den höchsten Quotienten zwischen Politikergehalt und BIP pro Kopf (11,8 – das Land auf dem zweiten Platz in diesem Ranking ist übrigens die Türkei mit 6,3, also fast die Hälfte. Deutschlands Wert ist 2,9). Diese Information ist aus dem Jahr 2014 [Link auf Spanisch] aber die soziale Ungerechtigkeit hat hier in den letzten Jahren eher zu- als abgenommen.
  • Gesetze für die Reichen: Als ans Licht kam, dass viele Superreiche in Chile ihr Geld in Steuerparadiesen haben, gab es eine Entscheidung, dass diesen vergeben werden solle („perdonazo“) – und sie ihr Geld nur mit 10% anstatt der üblichen 27% versteuert werden würde, ganz abgesehen von schlimmeren Strafen. [Link auf Spanisch]. Dies ist nur ein Beispiel von wahnsinnigen Steuermengen, die die Reichen des Landes nicht zahlten.
  • Gleichzeitig sind in den letzten Monaten immer wieder Politiker durch Kommentare aufgefallen, die die Wut des Volkes nach sich gezogen haben (Beispiel: ein Politiker meinte, die Leute würden sich in den Arztpraxen und öffentlichen Gesundheitszentren treffen, um soziale Kontakte zu pflegen und deshalb seien sie so überfüllt. Ein anderer schlug den Leuten vor, früher aufzustehen, um die höheren Preise der Rush-Hour zu umgehen).

Auslöser der Proteste – oder der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte – war letzten Endes ein Anstieg der Metro-Kosten (U-Bahn) am Anfang der letzten Woche. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr waren die Preise erhoben worden. Mittlerweile kostet eine Fahrt mit der Metro in Santiago (830 Pesos ~ 1.05 €). Verglichen mit Deutschland mag das zwar billig erscheinen, man muss es aber in Relation zu den Löhnen hier in Chile setzen und der Qualität der Reise. In Santiago werden die Leute zu Rush-Hour-Zeiten zusammengepresst wie Sardinen in einer Dose. Aber das ist ein anderes Thema.


Nach dem Anstieg der Kosten riefen zunächst Studenten zu Protesten durch Schwarzfahrten auf. So sprangen am Anfang kleine Gruppen von Leuten über die Drehkreuze der Metro ohne zu bezahlen. Im Laufe der Woche fand dieser Protest mehr und mehr Nachahmer und wurde brutaler. Menschen blockierten die Metro indem sie sich auf die Bahnsteige setzten und Drehkreuze wurden zerstört. Im Laufe der Woche schloss die Metro mehrere Stationen und es kam zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Protestanten. Am Freitag eskalierte die Situation, als Metrostationen angezündet wurden. Der Präsident des Landes Sebastian Piñera rief den Notzustand aus und übergab die Entscheidungsgewalt an das Militär Chiles. In der Nacht vom Freitag auf Samstag brannten mehrere Metrostationen, Busse und sogar Gebäude.


Am Samstag begannen auch die Regionen Chiles zu protestieren und sich mit den Demostranten zu solidarisieren. „Cacerolazos“ – Leute die mit Töpfen und Pfannen Lärm machen waren überall zu hören. 


Am Nachmittag trat der Präsident vor die Presse und verkündete, dass die Erhöhung der Metropreise bis auf weiteres ausgesetzt werde und man an einem Gesetzentwurf arbeiten werde, um die chilenische Bevölkerung vor starken Preisanstiegen zu beschützen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden Ausgangssperren für Santiago, Valparaíso und Concepción verhängt. Wieder gab es starke Ausschreitungen, Plünderungen von Supermärkten und Läden, sowie Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten, Polizei und Militär. Diesmal jedoch im ganzen Land: In Valparaíso wurde eine Metrostation angezündet, in Coquimbo brannte ein ganzer Supermarkt.


Es bleibt zu sehen, welche Entscheidungen die Politik treffen und welche Reaktionen dies hervorrufen wird. Die soziale Ungerechtigkeit ist sicherlich ein extrem komplexes Problem, das sich nicht von heute auf morgen lösen wird. Dennoch ist es vonnöten, dass große und deutliche Schritte zur Lösung dieses Problems getan werden. Chile hat die Zeit der Militärdiktatur, die erst vor dreißig Jahren endete kaum verarbeitet und die Entscheidungsträger von heute haben wenige Gründe etwas gegen die Ungerechtigkeit im Lande zu unternehmen. Die vergangenen beiden Tage haben jedoch gezeigt was passiert, wenn man diesem Thema wenig bis keine Aufmerksamkeit schenkt.

Sonntag, 6. Oktober 2019

Deutsches Abendessen


Nachdem der chilenische Nationalfeiertag hier so groß gefeiert wird, kam beim mittaglichen Mittagessen die Frage auf, ob es in Deutschland auch so etwas wie den „Dieciocho“ gibt. So erzählte ich ein bisschen von der Geschichte und vom Tag der deutschen Einheit. Und wir beschlossen einen Nachmittag lang deutsches Essen zuzubereiten, und gemeinsam zu Abend zu essen.


Gesagt getan, ich setzte ein Menü auf mit sechs Möglichkeiten für vegetarische Hauptgerichte, aus denen die Teilnehmer auswählen konnten. Sie entschieden sich für Flammkuchen. Was hättet ihr gewählt? Oder habt ihr andere Ideen für typisch deutsche Gerichte? Dazu wollten wir Brezen machen und María Paz fand ein farbenfrohes Rezept für einen Deutschland-Kuchen.


Nach einer Absage in letzter Minute trafen sich María Paz und ich am Samstag mit Claudia (auch aus Chile) und Dewa (aus Indien). Zuerst waren die Brezen dran, Clau hatten den Hefeteig schon am Mittag angesetzt, sodass wir direkt mit dem Formen anfangen konnten. Nach einem Bad in Natronwasser und einem Aufenthalt im Ofen, waren wir alle überrascht wie gut es geklappt hatte und machten viele Fotos mit den frischen Brezen.


Als nächstes war der Deutschlandkuchen an der Reihe. Auch hier überraschte mich, wie gut und unkompliziert wir ein erstaunliches Resultat hervorbringen konnten. Der Teig war aus drei Teilen zusammengemischt geworden (wobei wir bei der Farbe schwarz etwas mogelten und das dunkelstmögliche Lila herstellten).


Obendrauf gab es einen Zitronenguss und Ananas, Erdbeeren und Blaubeeren.


Am Ende machten wir noch einen Flammkuchen, der auch gut gelang. Da wir die ganze Zeit immer wieder probierten, waren wir satt und machten erstmal einen Spaziergang am Strand. Als der Hunger wiederkam, machten wir endlich das deutsche Abendessen und alle waren sehr zufrieden. Auch ich freute mich über zwei gut funktionierende Rezepte für mein Rezeptebuch und dass unsere Freunde mit uns den Tag der deutschen Einheit gefeiert hatten.



Samstag, 21. September 2019

Nationalfeiertag Dieciocho

Wer zählen kann ist im Vorteil, besonders auf Spanisch. Dieciocho heißt 18 und ist der Name des Nationalfeiertags, der im wahrsten Sinne des Wortes mehr als ein Tag ist. So hatten wir tatsächlich drei Feiertage unter der Woche, um Chile zu feiern und taten dies auch ausgiebig. Während María Paz und ich letztes Jahr noch die freien Tage nutzten, um den Norden rund um San Pedro de Atacama zu erkunden, feierten wir dieses Jahr ganz klassisch mit der Familie.
Und die Feierlichkeiten begannen schon am letzten Wochenende. Wir fuhren mit den Eltern in den Botanischen Garten, wo es viele Verkaufsstände, traditionelle Tänze und eine Hundemodenschau gab. Viele Herrchen und Frauchen hatten ihre kleinen Kläffer dieciocho-lich eingekleidet und führten sie der begeisterten Menge vor.




Am 18. September selbst waren wir mit der ganzen Familie von María Paz, inklusive Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel, Cousinen und Babies und Freunde aller Arten bei Tía Consuelo eingeladen. Dort wurde gegrillt, gegessen, Gitarre gespielt und getanzt. Außerdem hatten sie ein cooles Spiel, das typisch für den Dieciocho ist. Es heißt Rayuela und man muss mit Metallscheiben in eine mit Erde gefüllte Box werfen. Dann bekommt man entweder einen oder zwei Punkte, je nachdem ob die Scheibe noch auf einer mit Schnur gespannten Linie in der Box landet und ob man besser als der Gegner war.

Abends gingen María Paz und ich mit Arbeitskollegen auf die Ramadas in Valparaíso. Das ist ein großes Volksfest, bei dem man auch essen, trinken, tanzen und spielen kann. Besonders Dewa aus Indien war hochmotiviert alle Spiele auszuprobieren und konnte beim Dosenwerfen beinahe einen Hauptgewinn abräumen.


Am nächsten Tag ging es dann ansatzlos weiter, María Paz und ich produzierten ganz viele leckere Empanadas und luden ihre besten Freunde aus der Unizeit ein, die uns beim verspeisen halfen.



Und am Freitag besuchten wir tagsüber mit den Eltern die Ramadas in Viña del Mar, die deutlich geordneter sind, als die in Valparaíso. 


Ich habe immer wieder mal kleine Videos gedreht und diese hier zusammengeschnitten, um euch einen Eindruck vom chilenischen Dieciocho zu vermitteln. Das beste nach drei Feiertagen ist das wohlverdiente Wochenende. 

Freitag, 13. September 2019

Bootstour in Valparaíso


María Paz und ich waren auf eine Geburtstagsfeier eingeladen. Ali und Tucker aus den USA, die regelmäßig mit uns sonntags Fußball spielen, hatten sich mit einem Bootsbesitzer angefreundet, der ihnen angeboten hat, ihren Geburtstag in eine coole Hafenrundfahrt zu verwandeln. So waren wir mit einer kleinen Gruppe aus 13 Leuten am Start und legten am Abend ab.


Bewaffnet mit kühlen Bieren genossen wir den Sonnenuntergang und Pelikane flogen vorbei, Robben schwammen vorbei, die Lichter der Hügel Valparaísos gingen an. Es war cool. Nach zwei Stunden – es war mittlerweile ganz schön frisch geworden und nach ein paar Bier machte sich die Absenz einer Toilette auf dem Boot mehr und mehr bemerkbar – ging es zurück zum Hafen.


Ansonsten endet langsam der Winter. Mews ist nicht so glücklich, dass sie jetzt wieder draußen schlafen muss, aber sie kommt trotzdem noch jeden Tag vorbei und holt sich eine freundliche Umarmung ab.


María Paz und ich waren letzten Monat auf Valpo Bajo Zero, einem Eiscremefestival. Fragt mich nicht, warum man so was im Winter macht. Naja, vielleicht weil es außer Eis auch alle möglichen Food Trucks, Getränke und sonstige fancy Verkaufsstände gab. Außerdem gab es viele Spiele, und ich verlor alle wie die folgenden Videos belegen.




Nächste Woche ist der Nationalfeiertag und das bedeutet drei freie Tage unter der Woche und viel Essen. Letztes Jahr verbrachten wir die ganze Woche im Norden in San Pedro de Atacama, dieses Jahr werden wir die Tage mit María Paz‘ Familie in Valparaíso feiern.


Und es gibt noch eine coole Neuigkeit, ich werde Ende dieses Monats einen Vortrag über Fuzzy merging auf der Latin-R Konferenz in Santiago halten. Es werden ca. 250 Leute erwartet und einer der Keynote speakers ist Hadley Wickham, der unter anderem die R Packages dplyr und ggplot2 geschrieben hat. Wow, oder? Ich hoffe, ihr könnt meine Begeisterung teilen.  

Sonntag, 11. August 2019

Fußball und Bücher


María Paz macht langsam wieder die ersten Schritte mit den operierten Füßen und geht fleißig zur Physiotherapie. Leider habe ich in den letzten Wochen mein Kamerakabel nicht gefunden, und deshalb auch keine Fotos machen können. Ohne Fotos muss ich mich beim Schreiben mehr anstrengen, damit die Leute die Artikel lesen. Da leider nicht viel Lustiges passiert ist in den letzten Wochen, habe ich diesen Blogeintrag ziemlich lange vor mir hergeschoben.

Letztes Wochenende habe ich mit Lydia und Javier von meiner Firma und einigen anderen, die sonntags immer Fußball mit uns spielen, an einem Mixto-Fußballturnier teilgenommen. Eine Bar hatte dieses organisiert, und – statt einer Startgebühr – musste das Team (oder Freunde des Teams) insgesamt 100 Bier in der Bar trinken – natürlich über mehrere Wochen verteilt.  Insgesamt acht Teams gingen also an den Start und wir (die Philippi Sharks) hatten uns ganz gute Chancen ausgemalt. Die Regeln waren einfach: Man spielte 6 gegen 6 und zu jedem Zeitpunkt mussten drei Männer und drei Frauen auf dem Feld sein. Frauen durften Tore ab der Mittellinie erzielen und Männer aus dem 5-Meter-Raum.


Am ersten Turniertag starteten wir mit einem 1-1 Unentschieden und konnten schließlich ein umkämpftes Spiel 5-4 gewinnen. Ich war überrascht von dem hohen Niveau, das alle Team, vor allem die Frauen, aufwiesen. Mit vier Punkten hatten wir eine gute Ausgangslage für den nächsten Tag, an dem das dritte Gruppenspiel anstand. Leider verloren wir dieses und das Turnier war schon aus für uns. Wir tranken weitere 100 Bier und fuhren nach Hause.

In der anderen Gruppe spielte eine chilenische Nationalspielerin mit – Yesenia Lopez – die erst vor wenigen Wochen bei der Frauen-WM gespielt hatte, als Chile so denkbar knapp gescheitert war [ihnen fehlte im Spiel gegen Thailand ein Tor zum Weiterkommen und sie schossen einen Elfmeter in der 85. Minute an die Latte]. Lydia und ich fragten sie nach einem Selfie.


Nun noch ein anderes Thema: María Paz hat viele gute Ideen und startete vor einigen Monaten einen Buchclub in der Firma. Dabei treffen sich interessierte Bücherwürmer und jeder kann ein Buch vorschlagen. Ein Zufallszahlengenerator entscheidet, welches Buch im nächsten Monat gelesen wird und dann treffen sich alle wieder und diskutieren. Da es am Anfang Kuchen und Kekse gab, stieg ich auch ein und las zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ein Buch. Und das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich seitdem jedes Buch des Buchclubs gelesen habe und zudem auch nebenher wieder vor dem Schlafengehen lese. Durch die Zufallszahlen und die vielen unterschiedlichen Hintergründe der Teilnehmer lernt man immer spannende neue Autoren und Bücher kennen. Von meinem USA Besuch im März hatte ich einige spannende Titel mitgebracht. Die drei spannendsten Bücher, die ich in der letzten Zeit privat gelesen habe waren die folgenden:
  1. Factfulness von Hans Rosling: Er schreibt über weltweite Trends und warum – entgegen der Wahrnehmung der meisten Menschen – sich die meisten Dinge der Welt stetig verbessern. Er ist auch ein toller Redner (siehe Youtube oder TED).
  2. Talk like TED von Carmine Gallo: 9 Rezepte die gute Redner benutzen und ganz viele Beispiele, wo man diese beobachten kann.
  3. The wisdom of crowds von James Surowiecki: Unter welchen Bedingungen Menschenmengen deutlich bessere Entscheidungen treffen als Experten / Individuen.

Montag, 15. Juli 2019

Wochen im Rollstuhl


María Paz hat schon seit Kindheit krumme Füße. Nachdem sie beim Fußballspielen häufig daneben schoss, war schließlich klar, dass eine Operation der einzige Ausweg ist. Da der Heilprozess sehr langsam ist, wohnt sie momentan bei ihren Eltern, da das Gebäude rollstuhlfreundlich ist und ihr Papa sich um sie kümmern kann. Nach der Arbeit und am Wochenende bin ich aber vor Ort und wir machen das Beste aus der Situation. Am letzten Wochenende beispielsweise unternahmen wir einen Ausflug zu unserer Wohnung, damit María Paz sich mal wieder mit Mews treffen konnte.


Mews war glücklich und schwänzelte um den Rollstuhl herum. Dann war natürlich auch Zeit für ein paar gemeinsame Fotos.


Anschließend musste ich alle Muskeln anspannen, denn es ging steil bergauf. Zum Glück waren nicht so viele Autos unterwegs, weswegen wir auf der Straße fahren konnten.


María Paz bekam Besuch von einer ihrer besten Freundinnen aus Valparaíso, und die hatte Überraschungsbesuch dabei: eine andere ihrer besten Freundinnen, die momentan in den Niederlanden wohnt und zu Besuch nach Chile gekommen ist. Während die Damen plauderten machte ich einen Pie de Limon und vergnügte mich dann mit der Lösung eines Rubik’s Cubes. Witzig ist, dass es Leute gibt, die diese Teile – ohne Zeitraffer – in derselben Zeit lösen. Aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und so kann ich mir nur einen Tipp geben – üben, üben, üben!


Außerdem fand María Paz eine lustige App, auf der man sich in alt sehen kann. Natürlich wurde das sofort mit vielen Fotos und noch mehr Gelächter ausprobiert.

Opa Richard
Und zum Abschluss des Wochenendes ging ich Fußball spielen. María Paz muss leider noch ein paar Monate warten, bis sie erneut auflaufen kann, aber die Zeit vergeht bestimmt schnell. Und dann können wir auch wieder coole Wanderungen unternehmen – Patagonien steht für diesen Sommer auf dem Programm, wir schwanken zwischen Torres del Paine und Fitz Roy.

Ich bin der mit der roten Hose, der den Ball im nächsten Moment 7 Meter links vorbeischießt. Vielleicht sollte ich auch mal über eine Operation nachdenken.

Sonntag, 23. Juni 2019

Ausflug nach Laguna Verde



Ein großer Vorteil bei Evalueserve zu arbeiten ist, dass es eine sehr internationale Firma ist. In meinem Team sind beispielsweise drei Brasilianer, eine Chilenin, ein Inder und ich. Alle sind ungefähr im selben Alter und wir verstehen uns sehr gut. Außerdem ist es natürlich eine exzellente Gelegenheit aus erster Hand über andere Kulturen zu lernen.


Joao aus meinem Team lud uns beispielsweise zu einem brasilianischen Abendessen ein und kochte ein Gericht aus seiner Heimat. Mit Nachtisch und Caipirinha! Dazu spielten wir Karten und unterhielten uns.


Und schon am nächsten Tag stand ein Ausflug mit einigen Leuten aus María Paz‘ Team auf dem Programm. Mit vier Indern und einem Chilenen fuhren wir nach Laguna Verde, einem kleinen Dorf, das ein paar Straßenwindungen hinter Valparaíso liegt.  Schon auf der Fahrt dorthin hatten wir eine tolle Aussicht auf den Ozean, der in der Sonne glänzte.


Zuerst spielten wir Paletas und ein bisschen Fußball am Strand, bis wir zu müde und zu hungrig wurden.


Dann breiteten wir Picknickdecken aus und teilten leckeres Essen, das wir alle mitgebracht hatten. Wir aßen und spielten Exploding Kittens und Story Cubes. Als der Himmel etwas zuzog und es frisch wurde, entschlossen wir uns zu einem kleinen Spaziergang am Strand entlang.


Da war natürlich auch Zeit für einige Fotos und coole Geschichten über wilde Elefanten in Indien, die manchmal Leute angreifen und manchmal chillen. Anschließend fuhren wir zurück nach Valparaíso, genossen den Sonnenuntergang und ich spielte die sonntägliche Partie Fußball mit anderen Freunden aus der Firma (hauptsächlich Chilenen und zwei aus den USA).  



Donnerstag, 30. Mai 2019

Spaziergang nach Reñaca


Nachdem es in den letzten Tagen etwas Regen gegeben hatte, war das Meer etwas wilder als sonst. María Paz und ich unternahmen einen Spaziergang von Viña del Mar zum nahegelegenen Strandort Reñaca.


Auf dem Weg begleiteten uns zwei Hunde, die sich die Zeit hauptsächlich mit dem Versuch vertrieben, vorbeifahrenden Autos in die Reifen zu beißen. Ich weiß nicht warum, aber viele Hunde in Viña und Valparaíso haben diese Angewohnheit und erstaunlicherweise auch ein gutes Gefühl dafür, ab wo es für sie gefährlich wird. Dennoch sieht es jedes Mal wie ein äußerst gefährlicher Stunt aus.

Lügen haben kurze Beine. Dieser Hund auch.


In Reñaca gingen wir in ein Restaurant und atmeten frische Meeresluft. Es war ein sehr schöner Nach-Regen-Tag, an dem draußen nicht viele Leute unterwegs waren, da immer noch ab und zu ein paar Tropfen fielen (aber wir sind ja nicht aus Zucker!) . So konnten wir Strand und Meerespromenade fast alleine genießen.



Dienstag, 21. Mai 2019

Neues aus Valparaiso


Der Winter kommt immer näher und es wird etwas kälter in Valparaíso. Zum Glück ist der Ozean das ganze Jahr über ein guter Regulator und beschert uns weder zu kalte Winter noch zu heiße Sommer. Bikinizeit ist trotzdem vorbei – auch für mich. In den letzten Tagen flattert immer ein kleiner Kolibri vor unserem Fenster herum, letztens saß er auch mal für einen Moment still, sodass ich ihn fotografieren konnte. Ansonsten ist es sehr schwer ihn auf ein Foto zu bekommen, da er von einem Ort zum nächsten flitzt.


Gegen die kalten Temperaturen helfen auch Decken und die Katze Mews, die im Sommer im Garten ihr Unwesen treibt, freut sich über einen kuscheligen Platz auf dem Sofa.


Zuletzt waren auch Leo und Annabelle, die mit mir zusammen in Kaiserslautern studiert haben, auf Reisen in Chile und ich zeigte ihnen ein bisschen die Stadt. Zum Beispiel gingen wir zum Fischmarkt in Portales und staunten über die Seelöwen, die dort auf Fischreste warten. Diese werden hier zuhauf ins Wasser geworfen und dann geht jedes Mal eine wilde Seeschlacht los, in der sich auch die zahlreichen Möwen nicht zurückhalten, um einen Fischkopf zu ergattern.


Es gibt auch einige Pelikane, die aber eher ein ruhiges Gemüt haben und aus der Ferne zuschauen. Wobei man – wenn man im folgenden Videoausschnitt am Ende auf den linken Rand schaut, einen Pelikan dabei beobachten kann, wie er etwas abseits des wilden Treibens hastig ein Stück Fisch  verschluckt.


Diesmal kauften wir selbst keinen Fisch, da wir noch weiter durch die Stadt liefen, aber auch so ist der Fischmarkt immer einen Besuch wert. Zum Abschluss gibt es noch ein Wimmelbild, auf dem man Chaos mal in einem Moment festgehalten sieht.


Wir liefen weiter durch die Hügel Valparaísos und ein Vorteil von vielen Touren durch die Stadt in den letzten Wochen (mit Eltern, Schwester sowie Annabelle und Leo) ist, dass ich langsam anfange Graffitis wiederzuerkennen. Beispielsweise von der Künstlerin Anis aus Valparaíso, die an vielen verschiedenen Stellen der Stadt Graffitis in unterschiedlichen Größen hinterlassen hat. Man kann sie an den Augen der Personen und den verwendeten Farben leicht erkennen. Hier kommt eines ihrer Werke – es gibt aber noch viele mehr zu entdecken.


 Und außer Graffitis gibt es immer wieder schöne kleine Details zu sehen, wenn man durch die Gassen läuft, wie diese neugierige aber schüchterne Katze, die uns beim Vorbeigehen misstrauisch beäugte.