María Paz macht
langsam wieder die ersten Schritte mit den operierten Füßen und geht fleißig
zur Physiotherapie. Leider habe ich in den letzten Wochen mein Kamerakabel
nicht gefunden, und deshalb auch keine Fotos machen können. Ohne Fotos muss ich
mich beim Schreiben mehr anstrengen, damit die Leute die Artikel lesen. Da
leider nicht viel Lustiges passiert ist in den letzten Wochen, habe ich diesen
Blogeintrag ziemlich lange vor mir hergeschoben.
Letztes
Wochenende habe ich mit Lydia und Javier von meiner Firma und einigen anderen,
die sonntags immer Fußball mit uns spielen, an einem Mixto-Fußballturnier
teilgenommen. Eine Bar hatte dieses organisiert, und – statt einer Startgebühr –
musste das Team (oder Freunde des Teams) insgesamt 100 Bier in der Bar trinken –
natürlich über mehrere Wochen verteilt. Insgesamt
acht Teams gingen also an den Start und wir (die Philippi Sharks) hatten uns
ganz gute Chancen ausgemalt. Die Regeln waren einfach: Man spielte 6 gegen 6
und zu jedem Zeitpunkt mussten drei Männer und drei Frauen auf dem Feld sein.
Frauen durften Tore ab der Mittellinie erzielen und Männer aus dem
5-Meter-Raum.
Am ersten
Turniertag starteten wir mit einem 1-1 Unentschieden und konnten schließlich
ein umkämpftes Spiel 5-4 gewinnen. Ich war überrascht von dem hohen Niveau, das
alle Team, vor allem die Frauen, aufwiesen. Mit vier Punkten hatten wir eine
gute Ausgangslage für den nächsten Tag, an dem das dritte Gruppenspiel anstand.
Leider verloren wir dieses und das Turnier war schon aus für uns. Wir tranken
weitere 100 Bier und fuhren nach Hause.
In der anderen
Gruppe spielte eine chilenische Nationalspielerin mit – Yesenia Lopez – die erst
vor wenigen Wochen bei der Frauen-WM gespielt hatte, als Chile so denkbar knapp
gescheitert war [ihnen fehlte im Spiel gegen Thailand ein Tor zum Weiterkommen
und sie schossen einen Elfmeter in der 85. Minute an die Latte]. Lydia und ich
fragten sie nach einem Selfie.
Nun noch ein
anderes Thema: María Paz hat viele gute Ideen und startete vor einigen Monaten
einen Buchclub in der Firma. Dabei treffen sich interessierte Bücherwürmer und jeder
kann ein Buch vorschlagen. Ein Zufallszahlengenerator entscheidet, welches Buch
im nächsten Monat gelesen wird und dann treffen sich alle wieder und
diskutieren. Da es am Anfang Kuchen und Kekse gab, stieg ich auch ein und las
zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ein Buch. Und das hat mir so viel Spaß
gemacht, dass ich seitdem jedes Buch des Buchclubs gelesen habe und zudem auch
nebenher wieder vor dem Schlafengehen lese. Durch die Zufallszahlen und die
vielen unterschiedlichen Hintergründe der Teilnehmer lernt man immer spannende neue
Autoren und Bücher kennen. Von meinem USA Besuch im März hatte ich einige
spannende Titel mitgebracht. Die drei spannendsten Bücher, die ich in der
letzten Zeit privat gelesen habe waren die folgenden:
- Factfulness von Hans Rosling: Er schreibt über weltweite Trends und warum – entgegen der Wahrnehmung der meisten Menschen – sich die meisten Dinge der Welt stetig verbessern. Er ist auch ein toller Redner (siehe Youtube oder TED).
- Talk like TED von Carmine Gallo: 9 Rezepte die gute Redner benutzen und ganz viele Beispiele, wo man diese beobachten kann.
- The wisdom of crowds von James Surowiecki: Unter welchen Bedingungen Menschenmengen deutlich bessere Entscheidungen treffen als Experten / Individuen.

