Feliz navidad! In
den folgenden Absätzen möchte ich über mein Weihnachtsfest in Chile berichten,
das ich dieses Jahr bei der Familie von María Paz verbrachte. Aber schön der
Reihe nach: Wenn man schon die Möglichkeit hat, Weihnachten bei Sonnenschein am
Strand zu verbringen, so dachte ich mir, dann muss man auch die Leute im kalten
Deutschland daran teilhaben lassen. So schnappte ich mir María Paz und meine
Ukulele und wir versuchten Weihnachtsvideos am Strand zu drehen. Die blendende
Sonne und mangelnde Text- und Zupfsicherheit waren nicht die einzigen
Hindernisse, denn angelockt von den himmlischen Klängen der kleinen Uku,
wollten sich ein paar Hunde am Strand das Ganze mal aus nächster Nähe ansehen.
Bis zum Abend
bereiteten wir die letzten Sachen vor und begaben uns dann zur Abendessenszeit
mit Geschenken und Plätzchen im Schlepptau zur Wohnung der Eltern. Man beachte,
dass es auch um 8 Uhr abends draußen noch taghell war, und die Sonne schien. María
Paz und ich klimperten ein bisschen auf der Ukulele auf dem Balkon.
Später kamen die
Großeltern zu Besuch und es gab ein sehr leckeres Abendessen, bestehend aus
einem Blumenkohlauflauf, Papas duquesas (das sind die kleinen goldenen
Bällchen, im Prinzip frittierter Kartoffelbrei, the best!) und Spargel. Dazu
eine Varietät von Salaten und alle wurden satt. Anschließend wurde sich bis den
ganzen Abend sehr gut unterhalten, dazu gab es Plätzchen, die ich den ganzen
Monat mit meinem Handbuch Schläger (siehe vorheriger Blogeintrag) zubereitet
hatte.
Natürlich wurde
auch der stark geschmückte Baum gelobt und Familienfotos mit selbigem gemacht.
Dabei konnte ich schon mal einen ersten Blick auf den Geschenkeberg unter dem
Tisch werfen und meinen Namen auf dem einen oder anderen Päckchen entdecken.
Um Mitternacht
war es dann soweit: die zahlreichen Geschenke wurden eins nach dem anderen
geöffnet, bestaunt und sich artig bedankt. Ich bekam viele nützliche und witzige Dinge.
Witzig waren zum Beispiel zwei Bärenarme, die unglaublich flauschig sind.
Nützlich werden sie im Winter sein, wenn es kälter wird und ich so eingemummelt
am Computer arbeiten kann. Dazu bekam ich noch eine stylische Riesenbrille. Und
vieles mehr.
Als alles
ausgepackt war, war der Abend aber noch nicht vorbei. Die Großeltern
verabschiedeten sich und wir fuhren mit dem Auto zur einer Tante von María Paz.
Da war auch der Weihnachtsmann höchstpersönlich zu Besuch und überreichte mir
noch ein Geschenk. Wir bestaunten das Haus, das komplett weihnachtlich
geschmückt war, mit vielen Lichterketten, blinkenden Lichtern und Rentieren.
Dazu gab es noch ein leckeres Stück Weihnachtstorte. Nach einer langen Nacht
gingen wir müde, aber zufrieden schlafen.
Am nächsten Tag
ging die Besucherei weiter: Nach einem kurzen Besuch beim Friedhof in
Valparaíso, fuhren wir zu einem Onkel der Mutter von María Paz. Diese wohnen am
letzten Ende der Stadt, es ist sozusagen das letzte Haus Valparaísos: danach
kommen nur noch unbewohnte Hügel und das Meer. Es wurden Geschenke und
Plätzchen ausgetauscht und dann ging es auch schon weiter.
Wir fuhren zu
einem Aussichtspunkt weit oben in der Stadt, wo man einen ganz anderen Blick
auf das Zentrum und das Meer bekommt. Nach einigen Quatschfotos fuhren wir
weiter, denn wir waren zum Abendessen bei einer anderen Tante eingeladen.
Auch
hier gab es nochmal Geschenke und Plätzchen, aber dann war auch schon der Abend
angebrochen und wir fuhren nach Hause. Es waren sehr schöne Weihnachten in
Chile.












