Valparaíso

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Montag, 27. November 2017

Moritz zu Besuch in Valparaíso

Als ich vor ein paar Wochen den Link zu meinem Blog postete, erreichte mich wenig später eine Nachricht: „Du auch hier?“ Moritz, der auch als Freiwilliger in Munaychay war (in der Generation nach meiner) und ebenfalls ein Austauschsemester in Chile gemacht hatte, war gerade in Concepción im Süden Chiles zu Besuch bei seiner Freundin. Letztes Wochenende kam er mit dem Nachtbus nach Valparaíso gefahren und wir erkundeten zusammen mit María Paz die Stadt.


Am Samstag liefen wir am Vormittag durch die Cerros Alegre und Concepción und kamen dabei bei vielen Aussichtspunkten vorbei.


Wie immer, wenn man durch die Gassen streift, entdeckt man sehr viel Neues, wir interpretierten riesige Graffitis, auf denen wie auf einem Wimmelbild ganz viele Details zu entdecken waren und machten zahlreiche Fotos.


Auch an schon bekannten Orten kamen wir natürlich vorbei und kamen nicht umhin, ein paar klassische Touristenfotos zu schießen. 


Gegen Mittag erreichten wir das Haus des chilenischen Nobelpreisträgers und Dichters Pablo Neruda. Das Haus „La Sebastiana“ steht weit oben in Valparaíso und man hat einen herrlichen Blick über die ganze Stadt.  Wir machten eine Tour durch die fünf Stockwerke des Hauses, das der Künstler ganz in seinem Geschmack eingerichtet und tolle Werke aus der ganzen Welt  gesammelt hat. „La Sebastiana“ ist übrigens nicht das einzige Haus von Pablo Neruda, auch in Santiago gibt es eines, und in Isla Negra ein weiteres. Das auf Isla Negra habe ich sogar auch schon besucht (https://richard-in-valparaiso.blogspot.cl/2015/03/ausflug-zur-isla-negra.html).


Am Sonntag waren in Chile Wahlen. Moritz und ich begleiteten María Paz zu ihrem Wahllokal, was relativ weit weg war. Anscheinend wird man hier nicht dem nächsten Wahllokal zugeordnet, sondern mehr oder weniger zufällig auf eines der wenigen Wahllokale in Valparaíso aufgeteilt. Das erklärte auch den kilometerlangen Stau, der sich am Vormittag bildete und der sich auch sicher nicht so schnell auflöste, da aus allen Straßen und Seitenstraßen Autos kamen. Zum Glück waren wir zu Fuß unterwegs und konnten auf diesem Weg gleich neue Graffitis entdecken.

Ganz frisches Graffiti

Nach der Wahl machten wir eine Bootstour durch den Hafen von Valparaíso, von wo man nochmal einen ganz anderen Blick auf die ganze Stadt bekommt und in einer halben Stunde nah an den großen Schiffen und Kränen vorbeifährt.


Am Montag bereiteten Moritz und ich uns dann für die Abreise vor und fuhren in der Nacht Richtung Concepción, von wo ich in meinem nächsten Blogeintrag  berichten werde.




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