Als ich vor ein
paar Wochen den Link zu meinem Blog postete, erreichte mich wenig später eine
Nachricht: „Du auch hier?“ Moritz, der auch als Freiwilliger in Munaychay war
(in der Generation nach meiner) und ebenfalls ein Austauschsemester in Chile
gemacht hatte, war gerade in Concepción im Süden Chiles zu Besuch bei seiner
Freundin. Letztes Wochenende kam er mit dem Nachtbus nach Valparaíso gefahren
und wir erkundeten zusammen mit María Paz die Stadt.
Am Samstag liefen
wir am Vormittag durch die Cerros Alegre und Concepción und kamen dabei bei
vielen Aussichtspunkten vorbei.
Wie immer, wenn
man durch die Gassen streift, entdeckt man sehr viel Neues, wir interpretierten
riesige Graffitis, auf denen wie auf einem Wimmelbild ganz viele Details zu
entdecken waren und machten zahlreiche Fotos.
Auch an schon
bekannten Orten kamen wir natürlich vorbei und kamen nicht umhin, ein paar
klassische Touristenfotos zu schießen.
Gegen Mittag erreichten wir das Haus des
chilenischen Nobelpreisträgers und Dichters Pablo Neruda. Das Haus „La
Sebastiana“ steht weit oben in Valparaíso und man hat einen herrlichen Blick
über die ganze Stadt. Wir machten eine
Tour durch die fünf Stockwerke des Hauses, das der Künstler ganz in seinem
Geschmack eingerichtet und tolle Werke aus der ganzen Welt gesammelt hat. „La Sebastiana“ ist übrigens
nicht das einzige Haus von Pablo Neruda, auch in Santiago gibt es eines, und in
Isla Negra ein weiteres. Das auf Isla Negra habe ich sogar auch schon besucht (https://richard-in-valparaiso.blogspot.cl/2015/03/ausflug-zur-isla-negra.html).
Am Sonntag waren
in Chile Wahlen. Moritz und ich begleiteten María Paz zu ihrem Wahllokal, was
relativ weit weg war. Anscheinend wird man hier nicht dem nächsten Wahllokal
zugeordnet, sondern mehr oder weniger zufällig auf eines der wenigen Wahllokale
in Valparaíso aufgeteilt. Das erklärte auch den kilometerlangen Stau, der sich
am Vormittag bildete und der sich auch sicher nicht so schnell auflöste, da aus
allen Straßen und Seitenstraßen Autos kamen. Zum Glück waren wir zu Fuß
unterwegs und konnten auf diesem Weg gleich neue Graffitis entdecken.
| Ganz frisches Graffiti |
Nach der Wahl machten wir eine Bootstour durch den Hafen von Valparaíso, von wo man nochmal einen ganz anderen Blick auf die ganze Stadt bekommt und in einer halben Stunde nah an den großen Schiffen und Kränen vorbeifährt.
Am Montag
bereiteten Moritz und ich uns dann für die Abreise vor und fuhren in der Nacht
Richtung Concepción, von wo ich in meinem nächsten Blogeintrag berichten werde.
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