Nachdem ich meine
Masterarbeit in Kaiserslautern losgeworden bin, ging schon bald mein Flug nach
Chile. Der Flug war wieder lang (3 Stunden von Frankfurt nach Madrid, 12
Stunden von Madrid nach Santiago), aber insbesondere in der letzten Stunde
belohnte mich der Fensterplatz mit herrlichen Ausblicken über die Andenketten,
mit keiner Spur eines menschlichen Einflusses weit und breit.
Ich landete in
Santiago, María Paz holte mich am Flughafen ab und wir fuhren gemütlich nach
Valparaíso. Nachdem mir die Temperaturen in Deutschland in letzter Zeit zu
stark auf den Winter zugingen, erhoffe ich mir hier noch einen Sommer
mitzunehmen. Leider war es erstmal bewölkt und gar nicht so warm, erst am
zweiten Abend kam dann doch die Sonne raus und ging wie immer wunderschön unter.
Ansonsten fühlte
sich alles sehr gewohnt an, Valparaíso, der Markt, das Meer, die Uni und der
viele Verkehr auf den großen Straßen. Ich musste einige Dinge erledigen, mich
registrieren und einen Ausweis bestellen, außerdem viel Essen kaufen und
aufessen. Natürlich stattete ich auch der Universität einen kurzen Besuch ab,
und sagte der Statue des Gründers Don Féderico Santa María „Hola“, die einen
wunderschönen Ausblick über das Meer genießt, und sich täglich den Missetaten
der zahlreichen Möwen ausgesetzt sieht.
Es gab ein paar
neue, große Graffitis in der Stadt, die ich auf meinen bisherigen Spaziergängen
bewundern konnte. Obwohl ich bisher noch gar nicht im touristischen Zentrum von
Valparaíso unterwegs war, ist es doch immer wieder beeindruckend, was die Künstler
da an Häuserwände zaubern. Natürlich ist nicht alles so große Kunst wie auf den
folgenden Beispielen, auch viele Schmierereien finden sich überall, aber es ist
dennoch sehr charakteristisch für das Stadtbild der kreativen Stadt Valparaíso.
Mein Plan für die
nächste Zeit ist, mich bei diversen Firmen im Bereich Statistik und Data
Science zu bewerben und hoffentlich einen Job in Valparaíso oder im Umkreis zu
finden. Mit meinem Working Holiday Visum habe ich eine Aufenthaltsgenehmigung
für das nächste Jahr und gleichzeitig auch eine Arbeitserlaubnis. Falls es mit
dem Job nicht sofort klappt, wäre ich aber auch nicht unglücklich, denn jetzt
beginnt gerade erst der Sommer und vielleicht bietet sich ja die ein oder
andere Reise an.




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