Sandflöckchen,
Sommerröckchen statt Schneeflöckchen, Weißröckchen war auch in diesem Jahr
wieder das Motto für Weihnachten! In der warmen Abendsonne war der Wunsch nach
Plätzchenbacken nach der Arbeit nicht überaus ausgeprägt. So schlürfte ich
lieber Limonade, buk einfache und schnelle Klassiker und teilte mit
Arbeitskollegen und dem Book Club, den María Paz in der Firma leitet.
| Die beste Anschaffung des letzten Monats: ein Whiteboard im Wohnzimmer! |
Am Wochenende vor
Weihnachten war dann aber doch allerhöchste Eisenbahn angesagt und so machten
wir zwei intensive Backsessions. Am Samstag buken María Paz und ich mit ihrer
kleinen Cousine Monse und Jana, die auch aus Deutschland kommt.
Sie probierte
vegane Rezepte aus, ich hielt mich aus Zeitmangel lieber an Rezepte die schnell
und einfach viele Plätzchen produzieren.
Auch für die Künstler gab es etwas zu tun, denn wir probierten Schneemänner aus
Pfeffernüssen aus (Pfeffernüsse gibt es im Supermarkt – sind aus Deutschland
importiert).
Außerdem wollten
die Butterplätzchen bunt bemalt werden. Für die zweite Backsession hatte ich
die hilfreichen Hände von María Paz und Coi, die aus Peñaflor angefahren kommen
war, zur Verfügung. So buken wir am 23. Dezember abends nochmal drei Sorten und
während ich am 24. noch arbeiten musste, produzierte Coi fleißig weiter.
So musste keiner
unter Plätzchenmangel leiden und wir hatten gute Mitbringsel in der Hinterhand.
Denn nach dem Abendessen und der Bescherung im Haus von María Paz‘ Eltern war
die Nacht noch lange nicht vorbei. Wir fuhren alle zusammen zur Tante und Onkel
von María Paz und auch da gab es nochmal Geschenke und Torte. Ausreichend
gezuckert gingen wir später schlafen.
| Neun Plätzchensorten konnten wir uns an Heiligabend schmecken lassen. |
Am nächsten Tag
ging es aber weiter mit der Besuchs- und Schlemmtour durch Valparaíso. Die
Großeltern hatten zum Mittagessen eingeladen und passend zum Wetter wurde
gegrillt. Alle hatten viele Fragen an Coi und ihr Spanisch ist schon erste
Sahne, sodass sie problemlos an der Konversation teilnehmen konnte.
Für sie
ging es am Nachmittag zurück nach Peñaflor, wo sie morgen wieder arbeiten muss.
Wir besuchten noch eine andere Tante – wieder gab es Geschenke, deutsche
Plätzchen und etwas zu essen – und dann war endlich Zeit, um die Geschenke
genauer unter die Lupe zu nehmen, zu lesen und ein bisschen aufzuräumen. Einen
zweiten Weihnachtsfeiertag gibt es leider nicht, und so ruft morgen schon
wieder die Arbeit. Aber ich habe schon von Kollegen gehört, dass die Woche
zwischen Weihnachten und Neujahr ganz entspannt wird.





