Nachdem ich nun
schon lange Zeit versuche, mit schönen Fotos von Sonnenuntergängen und
herausragenden Landschaften meine Familie nach Chile zu locken, ist mir nun
doch tatsächlich der erste Fisch ins Netz gegangen. Mit anderen Worten: Ich war
sehr glücklich meine Schwester Coi letzten Freitag vom Busterminal in Viña del
Mar abholen zu können.
Da ihre Schulfreundin
Rici auch gerade in Chile ist, trafen wir uns alle und erkundeten am Wochenende
ein bisschen die Stadt, den Strand und chillten mit Mews zuhause. Außerdem
gingen wir auf den Fischmarkt, wo wir Pelikane und Robben beobachteten und
schließlich am Strand entlang zum richtigen Markt, wo wir für die Woche saftig
einkauften (zum Beispiel 8kg Erdbeeren). Den Rest der Woche waren wir dann mit
den Erdbeeren beschäftigt.
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| Beispiel für gelungene Integration |
Während María Paz
und ich unter der Woche arbeiten mussten, erkundete Coi auf eigene Faust zuerst
Valparaíso, dann Viña (wo es eine Ausstellung gab, auf der alle Regionen Chiles
– von der Atacamawüste bis nach Patagonien – vorgestellt wurden) und
schließlich Concon, wo sie eine Art Naturschutzgebiet zur Vogelbeobachtung
besuchte. An den Abenden war dann immer Zeit für Spiele, Spanischlernen,
spielend Spanischlernen und spanische Spiele lernen. Außerdem gönnten wir uns
ein Feierabendbier am Strand und schon war die Woche um, und Coi verschwand
Richtung Santiago. Sie wird die nächsten beiden Monate ein Praktikum auf einem
ökologischen Bauernhof in der Nähe von Santiago machen.
María Paz und ich
gingen am Samstag auf die Gala der Universidad Santa María. Als Ex-Alumnos
waren wir auch eingeladen und da wir noch nie zusammen auf diese Feier gegangen
sind, schlugen wir dieses Jahr zu. Es war alles nobel eingerichtet, gab viele
Lichter, und Möglichkeiten Fotos von sich schießen zu lassen. Außerdem gab es
verschiedene Dancefloors und Bars mit Freigetränken. Für den kleinen Hunger
hatten sich Foodtrucks auf dem Patio Central aufgestellt und boten Pizza,
Burger, Döner oder Quesadillas an.
Außerdem hatten
Künstler die Initialen der Uni in große Eisblöcke gesägt und auch ein Konterfei
der Universität herausgearbeitet.
Zu Beginn war die große Masse oben beim
Swimming Pool der Uni unter freiem Himmel, aber mit zunehmender Dauer und
Alkoholpegel verschob sich das Event mehr und mehr in die Turnhalle. Es war
cool, mal wieder in der Uni unterwegs zu sein, und einige ehemalige
Studienkollegen aus Austauschsemesterzeiten zu treffen. Noch dazu waren alle so
formal unterwegs und es wurde sich über die Arbeit unterhalten – wir werden
langsam alt.






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