Valparaíso

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Samstag, 21. September 2019

Nationalfeiertag Dieciocho

Wer zählen kann ist im Vorteil, besonders auf Spanisch. Dieciocho heißt 18 und ist der Name des Nationalfeiertags, der im wahrsten Sinne des Wortes mehr als ein Tag ist. So hatten wir tatsächlich drei Feiertage unter der Woche, um Chile zu feiern und taten dies auch ausgiebig. Während María Paz und ich letztes Jahr noch die freien Tage nutzten, um den Norden rund um San Pedro de Atacama zu erkunden, feierten wir dieses Jahr ganz klassisch mit der Familie.
Und die Feierlichkeiten begannen schon am letzten Wochenende. Wir fuhren mit den Eltern in den Botanischen Garten, wo es viele Verkaufsstände, traditionelle Tänze und eine Hundemodenschau gab. Viele Herrchen und Frauchen hatten ihre kleinen Kläffer dieciocho-lich eingekleidet und führten sie der begeisterten Menge vor.




Am 18. September selbst waren wir mit der ganzen Familie von María Paz, inklusive Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel, Cousinen und Babies und Freunde aller Arten bei Tía Consuelo eingeladen. Dort wurde gegrillt, gegessen, Gitarre gespielt und getanzt. Außerdem hatten sie ein cooles Spiel, das typisch für den Dieciocho ist. Es heißt Rayuela und man muss mit Metallscheiben in eine mit Erde gefüllte Box werfen. Dann bekommt man entweder einen oder zwei Punkte, je nachdem ob die Scheibe noch auf einer mit Schnur gespannten Linie in der Box landet und ob man besser als der Gegner war.

Abends gingen María Paz und ich mit Arbeitskollegen auf die Ramadas in Valparaíso. Das ist ein großes Volksfest, bei dem man auch essen, trinken, tanzen und spielen kann. Besonders Dewa aus Indien war hochmotiviert alle Spiele auszuprobieren und konnte beim Dosenwerfen beinahe einen Hauptgewinn abräumen.


Am nächsten Tag ging es dann ansatzlos weiter, María Paz und ich produzierten ganz viele leckere Empanadas und luden ihre besten Freunde aus der Unizeit ein, die uns beim verspeisen halfen.



Und am Freitag besuchten wir tagsüber mit den Eltern die Ramadas in Viña del Mar, die deutlich geordneter sind, als die in Valparaíso. 


Ich habe immer wieder mal kleine Videos gedreht und diese hier zusammengeschnitten, um euch einen Eindruck vom chilenischen Dieciocho zu vermitteln. Das beste nach drei Feiertagen ist das wohlverdiente Wochenende. 

Freitag, 13. September 2019

Bootstour in Valparaíso


María Paz und ich waren auf eine Geburtstagsfeier eingeladen. Ali und Tucker aus den USA, die regelmäßig mit uns sonntags Fußball spielen, hatten sich mit einem Bootsbesitzer angefreundet, der ihnen angeboten hat, ihren Geburtstag in eine coole Hafenrundfahrt zu verwandeln. So waren wir mit einer kleinen Gruppe aus 13 Leuten am Start und legten am Abend ab.


Bewaffnet mit kühlen Bieren genossen wir den Sonnenuntergang und Pelikane flogen vorbei, Robben schwammen vorbei, die Lichter der Hügel Valparaísos gingen an. Es war cool. Nach zwei Stunden – es war mittlerweile ganz schön frisch geworden und nach ein paar Bier machte sich die Absenz einer Toilette auf dem Boot mehr und mehr bemerkbar – ging es zurück zum Hafen.


Ansonsten endet langsam der Winter. Mews ist nicht so glücklich, dass sie jetzt wieder draußen schlafen muss, aber sie kommt trotzdem noch jeden Tag vorbei und holt sich eine freundliche Umarmung ab.


María Paz und ich waren letzten Monat auf Valpo Bajo Zero, einem Eiscremefestival. Fragt mich nicht, warum man so was im Winter macht. Naja, vielleicht weil es außer Eis auch alle möglichen Food Trucks, Getränke und sonstige fancy Verkaufsstände gab. Außerdem gab es viele Spiele, und ich verlor alle wie die folgenden Videos belegen.




Nächste Woche ist der Nationalfeiertag und das bedeutet drei freie Tage unter der Woche und viel Essen. Letztes Jahr verbrachten wir die ganze Woche im Norden in San Pedro de Atacama, dieses Jahr werden wir die Tage mit María Paz‘ Familie in Valparaíso feiern.


Und es gibt noch eine coole Neuigkeit, ich werde Ende dieses Monats einen Vortrag über Fuzzy merging auf der Latin-R Konferenz in Santiago halten. Es werden ca. 250 Leute erwartet und einer der Keynote speakers ist Hadley Wickham, der unter anderem die R Packages dplyr und ggplot2 geschrieben hat. Wow, oder? Ich hoffe, ihr könnt meine Begeisterung teilen.