Moritz und ich
fuhren von Valparaíso etwa 8 Stunden über Nacht nach Concepción. Dort nutzten
wir den Tag, um ein bisschen durch die Stadt zu laufen und einzukaufen. Auf
einem Hügel hatte man einen schönen Ausblick über Concepción; außerdem zeigte
mir Moritz die Uni, an der er vor anderthalb Jahren ein Austauschsemester
gemacht und dabei seine Freundin Fernanda kennengelernt hat.
| Universidad de Concepción |
Am Abend fuhren
wir mit dem Bus zu Fernandas Familie, die etwas außerhalb von Concepción wohnt.
Wir kamen zu einer perfekten Uhrzeit, um den Sonnenuntergang über dem Meer
mitzubekommen, das ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Dann gab es leckeres
Essen und noch Gitarrenmusik und Gesang, es war ein lustiger Abend.
Am nächsten
Morgen brachen Moritz und ich mit unseren gepackten Wanderrucksäcken früh auf,
und fuhren über das Terminal von Concepción, das Terminal von Los Angeles
(nicht zu verwechseln mit der amerikanischen Großstadt) und dem kleinen Dorf El
Abanico zum Nationalpark Laguna del Laja. Es waren zwei wunderschöne Sonnentage
prognostiziert worden und der Wetterbericht hatte zum Glück Recht. Unser Ziel
war der Gipfel des Vulkans Antuco auf fast 3000 Metern Höhe.
Am ersten Tag
wanderten wir erst einmal in Richtung des großen Stausees Laguna del Laja, der
streng genommen natürlich nicht im Nationalpark liegt, ebensowenig wie das
Skigebiet am Fuße des Vulkans. Im Bereich der Lifte war jetzt aber kein Schnee
mehr und wir stiegen auf. Bei den letzten Liftstangen erreichten wir dann den
Schnee gegen 17 Uhr und machten uns auf die Suche nach einem geeigneten Platz
für unser Zelt. Wir wurden bald fündig.
Dann war es Zeit
für das Abendessen, auf dem Speiseplan stand Couscous mit Artischockensoße und
Chorizos. Abschließend tranken wir noch eine warme Milch. Dann machten wir uns
schleunigst daran, die Kochsachen abzuwaschen und zusammenzupacken, denn die
Sonne ging langsam unter.
Wir brachten uns
mit den Kameras in Position und schossen viele Fotos, denn der Ausblick in alle
Richtungen war atemberaubend: Schneebedeckte Gipfel und dazu das Rot und Orange
der verschwindenden Sonne, da macht das Zähneputzen gleich viel mehr Spaß. Kaum
war die Sonne verschwunden, verschwanden wir auch im Zelt, denn es wurde kalt
draußen.
Um 5:30 Uhr
machten wir uns am nächsten Tag an den Aufstieg. Ohne Steigeisen schafften wir
es leider nicht auf die vorgeschlagene Route zu kommen, da man dafür ein
Schneefeld queren muss, und das in der Nacht zu Eis gefroren war und mit der
Steigung nicht begehbar war. Also stiegen wir entlang der Felder mit
Vulkanstein auf und ließen das Zelt schnell hinter uns. Wenig später zeigte
sich die Sonne auf den Gipfeln der Berge hinter uns.
Zudem sah man den
riesigen Schatten des Vulkans im Tal. Leider erreichten wir das Ende des
Steinfeldes und unsere Hoffnung, hier auf die ursprüngliche Route kreuzen zu
können, erfüllte sich leider nicht.
So gingen wir kein weiteres Risiko ein, sondern machten uns wieder an den Abstieg. Am Zelt gab es dann leckeres Porridge mit Schokolade und Trockenfrüchten. Als die Sonne den Schnee etwas angetaut hatte, bauten wir das Zelt ab und machten uns an den Abstieg.
So gingen wir kein weiteres Risiko ein, sondern machten uns wieder an den Abstieg. Am Zelt gab es dann leckeres Porridge mit Schokolade und Trockenfrüchten. Als die Sonne den Schnee etwas angetaut hatte, bauten wir das Zelt ab und machten uns an den Abstieg.
Wir wählten für
den Abstieg einen anderen Weg, der lange Zeit am Fuße des Vulkans durch den
Schnee führte. Trotz des nicht erreichten Gipfels hatte die Tour richtig Spaß
gemacht und der Nationalpark stellte sich als überraschend spektakulär heraus.
Moritz fuhr dann zurück nach Concepción, während ich in der Nacht den Bus
zurück nach Valparaiso nahm.





