Valparaíso

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Sonntag, 24. Juni 2018

Moritz und Fernanda zu Besuch in Valparaíso


Bevor am Wochenende Moritz aus Temuco und Fer aus Concepción zu Besuch kamen, gingen María Paz und ich am Mittwoch nach der Arbeit in ein peruanisches Restaurant. Nach Ewigkeiten ließ ich mir mal wieder einen Lomo Saltado schmecken und María Paz bestellte Ravioli mit Kürbis-Süßkartoffel Soße und blauem Käse. Klingt fancy, war es auch!


Und als Nachtisch ließen wir uns einen Suspiro Limeño und ein Tiramisu schmecken. Wir ließen uns aus dem Restaurant rollen, denn wir waren sehr satt und fuhren im Bus nach Hause.


Moritz und Fernanda kamen Samstagmorgen nach einer Nachtfahrt aus Temuco bzw. Concepción angefahren und wir frühstückten gemeinsam. Wegen der Zeitverschiebung fand das Deutschlandspiel gegen Schweden schon um 14 Uhr statt und wir machten uns beizeiten auf, um einen Platz in einem Restaurant oder in einer Bar zu finden. Dabei liefen wir auch durch das Zentrum der Stadt und machten ein paar Fotos.


Wir wurden fündig, und aßen wieder peruanisch! Dabei schauten wir das Spiel und insbesondere in der zweiten Halbzeit war die Spannung riesig. Es ist leider überhaupt nicht mit den Public Viewing Fanmeilen in Deutschland zu vergleichen, wir waren zeitweise sogar die einzigen Leute im Restaurant, aber das hielt und nicht davon ab, das Siegtor in der 90.+5. Minute laut zu bejubeln!


Wir liefen dann quer durch die ganze Stadt nach Hause und auf dem Weg deutete sich an, dass wir endlich mal wieder die Chance auf einen coolen Sonnenuntergang haben würden. In den letzten Wochen war das Wetter nämlich sehr unfair. Unter der Woche, wenn ich arbeiten musste, gab es teilweise traumhafte Sonnenuntergänge, aber die konnte ich von meinem Arbeitsplatz nur erahnen. Und an den Wochenenden war es dann immer bewölkt und man sah gar nichts. So freute ich mich!


Und tatsächlich konnten wir von der Dachterrasse des Gebäudes von María Paz‘ Eltern die untergehende Sonne und anschließend die Rotfärbung der Wolken bewundern. María Paz machte wieder ein Timelapse Video.


Insgesamt dauerte es über eine Stunde bis die Rotfärbung des Horizonts langsam verschwand.


Dann liefen wir glücklich nach Hause, schalteten unseren mobilen Heizkörper an und machten Empanadas mit Käse, Tomaten und Pilzen gefüllt. Dazu gab es einen chilenischen Wein und später noch Kartenspiele.



Sonntag, 3. Juni 2018

Segelschiffe in Valparaíso


Letzte Woche war der Hafen Valparaísos etwas attraktiver als sonst, denn insgesamt sieben Segelschiffe aus sieben verschiedenen Ländern (Chile, Peru, Kolumbien, Venezuela, Brasilien, Mexiko und Spanien) waren zu Besuch. Tagsüber chillten sie im Hafen und abends wurden sie von bunten Lichtern beleuchtet. Der Stopp in Valparaíso ist Teil einer 157 Tage langen Reise entlang der Küsten von Südamerika und der Karibik.



Freitagabend besuchten María Paz, ihr Vater und ich die Segelschiffe. Da es allerdings schon winterlich kalt ist, blieb es bei einigen Fotos aus der Ferne, dann wurden wir magisch von drei heißen Schokoladen angezogen und blieben den Rest des Abends da.


Am Sonntag war dann der Abschied gekommen und die Schiffe fuhren in einer langen Reihe an der Küste entlang. Zahlreiche Zuschauer hatten sich eingefunden, und wir setzten geschickt unsere angespitzten Ellenbogen ein, um uns gute Plätze zum Fotografieren zu verschaffen.


Da wir wussten, dass María Paz‘ Vater sicher auch interessiert wäre, riefen wir ihn an, und sagten, er solle schnell runter an den Strand kommen, um das Spektakel nicht zu verpassen (letztlich kam er jedoch erst eine Stunde später und da war der Zug – bzw. die Schiffe – schon abgefahren.

Richard telefoniert (bin kein Freund von Apple Produkten).
Wir hatten jedoch reichlich Zeit für Fotos, Videos und sogar ein cooles Zeitraffervideo, in dem man die Schiffe vorbeizischen  und die Menschen herumwuseln sieht.


Seehunde wurden von den Fischern mit Fischresten angelockt und tummelten sich am Ufer. Einige Hunde freuten sich oder waren sauer ihre Seebrüder zu sehen und bellten wie verrückt.



Der Grund, dass ich meistens über Wochenendaktivitäten schreibe, ist, dass ich in der Arbeit weder Kamera noch Handy mit ins Büro nehmen darf. Deshalb wäre ein Bericht über die Arbeit ein reiner Textartikel und kaum attraktiv. Nach drei Monaten in der Firma kann ich aber auf jeden Fall schreiben, dass ich sehr zufrieden mit den Projekten bin, an denen ich arbeite. Ich habe viele Freiheiten, verschiedene Sachen auszuprobieren und lerne die Anwendung von einigen Themen, mit denen ich mich im Studium in der Theorie beschäftigt habe. Und auch das Team in dem ich arbeite, ist sehr nett und hat mich schnell integriert. Es besteht aus vier Brasilianern, zwei Chilenen, einem Inder und mir. Jeden Tag lerne ich ein oder zwei neue Sachen auf Portugiesisch, z.B. "Hoje esta ensolarado - Heute ist es sonnig" (ehrlich gesagt keine Ahnung ob das so geschrieben wird, aber so hört es sich zumindest an).


Mittags kann ich immer mit María Paz und ihren Arbeitskollegen in der Cafeteria essen und meistens bringen wir Essen von zuhause mit, das wir in den Mikrowellen aufwärmen.