Valparaíso

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Sonntag, 3. Juni 2018

Segelschiffe in Valparaíso


Letzte Woche war der Hafen Valparaísos etwas attraktiver als sonst, denn insgesamt sieben Segelschiffe aus sieben verschiedenen Ländern (Chile, Peru, Kolumbien, Venezuela, Brasilien, Mexiko und Spanien) waren zu Besuch. Tagsüber chillten sie im Hafen und abends wurden sie von bunten Lichtern beleuchtet. Der Stopp in Valparaíso ist Teil einer 157 Tage langen Reise entlang der Küsten von Südamerika und der Karibik.



Freitagabend besuchten María Paz, ihr Vater und ich die Segelschiffe. Da es allerdings schon winterlich kalt ist, blieb es bei einigen Fotos aus der Ferne, dann wurden wir magisch von drei heißen Schokoladen angezogen und blieben den Rest des Abends da.


Am Sonntag war dann der Abschied gekommen und die Schiffe fuhren in einer langen Reihe an der Küste entlang. Zahlreiche Zuschauer hatten sich eingefunden, und wir setzten geschickt unsere angespitzten Ellenbogen ein, um uns gute Plätze zum Fotografieren zu verschaffen.


Da wir wussten, dass María Paz‘ Vater sicher auch interessiert wäre, riefen wir ihn an, und sagten, er solle schnell runter an den Strand kommen, um das Spektakel nicht zu verpassen (letztlich kam er jedoch erst eine Stunde später und da war der Zug – bzw. die Schiffe – schon abgefahren.

Richard telefoniert (bin kein Freund von Apple Produkten).
Wir hatten jedoch reichlich Zeit für Fotos, Videos und sogar ein cooles Zeitraffervideo, in dem man die Schiffe vorbeizischen  und die Menschen herumwuseln sieht.


Seehunde wurden von den Fischern mit Fischresten angelockt und tummelten sich am Ufer. Einige Hunde freuten sich oder waren sauer ihre Seebrüder zu sehen und bellten wie verrückt.



Der Grund, dass ich meistens über Wochenendaktivitäten schreibe, ist, dass ich in der Arbeit weder Kamera noch Handy mit ins Büro nehmen darf. Deshalb wäre ein Bericht über die Arbeit ein reiner Textartikel und kaum attraktiv. Nach drei Monaten in der Firma kann ich aber auf jeden Fall schreiben, dass ich sehr zufrieden mit den Projekten bin, an denen ich arbeite. Ich habe viele Freiheiten, verschiedene Sachen auszuprobieren und lerne die Anwendung von einigen Themen, mit denen ich mich im Studium in der Theorie beschäftigt habe. Und auch das Team in dem ich arbeite, ist sehr nett und hat mich schnell integriert. Es besteht aus vier Brasilianern, zwei Chilenen, einem Inder und mir. Jeden Tag lerne ich ein oder zwei neue Sachen auf Portugiesisch, z.B. "Hoje esta ensolarado - Heute ist es sonnig" (ehrlich gesagt keine Ahnung ob das so geschrieben wird, aber so hört es sich zumindest an).


Mittags kann ich immer mit María Paz und ihren Arbeitskollegen in der Cafeteria essen und meistens bringen wir Essen von zuhause mit, das wir in den Mikrowellen aufwärmen.


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