Letzte Woche war
der Hafen Valparaísos etwas attraktiver als sonst, denn insgesamt sieben
Segelschiffe aus sieben verschiedenen Ländern (Chile, Peru, Kolumbien, Venezuela, Brasilien, Mexiko und Spanien) waren zu Besuch. Tagsüber
chillten sie im Hafen und abends wurden sie von bunten Lichtern beleuchtet. Der
Stopp in Valparaíso ist Teil einer 157 Tage langen Reise entlang der Küsten von
Südamerika und der Karibik.
Freitagabend besuchten
María Paz, ihr Vater und ich die Segelschiffe. Da es allerdings schon
winterlich kalt ist, blieb es bei einigen Fotos aus der Ferne, dann wurden wir
magisch von drei heißen Schokoladen angezogen und blieben den Rest des Abends
da.
Am Sonntag war
dann der Abschied gekommen und die Schiffe fuhren in einer langen Reihe an der
Küste entlang. Zahlreiche Zuschauer hatten sich eingefunden, und wir setzten
geschickt unsere angespitzten Ellenbogen ein, um uns gute Plätze zum
Fotografieren zu verschaffen.
Da wir wussten,
dass María Paz‘ Vater sicher auch interessiert wäre, riefen wir ihn an, und
sagten, er solle schnell runter an den Strand kommen, um das Spektakel nicht zu
verpassen (letztlich kam er jedoch erst eine Stunde später und da war der Zug –
bzw. die Schiffe – schon abgefahren.
| Richard telefoniert (bin kein Freund von Apple Produkten). |
Wir hatten jedoch
reichlich Zeit für Fotos, Videos und sogar ein cooles Zeitraffervideo, in dem
man die Schiffe vorbeizischen und die
Menschen herumwuseln sieht.
Seehunde wurden
von den Fischern mit Fischresten angelockt und tummelten sich am Ufer. Einige
Hunde freuten sich oder waren sauer ihre Seebrüder zu sehen und bellten wie
verrückt.
Der Grund, dass ich meistens über Wochenendaktivitäten schreibe, ist, dass ich in der Arbeit weder Kamera noch Handy mit ins Büro nehmen darf. Deshalb wäre ein Bericht über die Arbeit ein reiner Textartikel und kaum attraktiv. Nach drei Monaten in der Firma kann ich aber auf jeden Fall schreiben, dass ich sehr zufrieden mit den Projekten bin, an denen ich arbeite. Ich habe viele Freiheiten, verschiedene Sachen auszuprobieren und lerne die Anwendung von einigen Themen, mit denen ich mich im Studium in der Theorie beschäftigt habe. Und auch das Team in dem ich arbeite, ist sehr nett und hat mich schnell integriert. Es besteht aus vier Brasilianern, zwei Chilenen, einem Inder und mir. Jeden Tag lerne ich ein oder zwei neue Sachen auf Portugiesisch, z.B. "Hoje esta ensolarado - Heute ist es sonnig" (ehrlich gesagt keine Ahnung ob das so geschrieben wird, aber so hört es sich zumindest an).
Mittags kann ich immer mit María Paz und ihren Arbeitskollegen in der Cafeteria essen und meistens bringen wir Essen von zuhause mit, das wir in den Mikrowellen aufwärmen.

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