Nachdem ich den
Vormittag über nach Jobs gesucht hatte, rief mich heute am Nachmittag die Sonne
nach draußen. Die Busse haben hier keinen Fahrplan, aber eigentlich kommt alle
paar Minuten einer vorbei. So war es auch und ich fuhr ins touristische
Stadtzentrum. Ich stieg aus dem Bus aus und begann meinen Spaziergang. Von der
viel befahrenen Hauptstraße geht man ein paar Treppenstufen nach oben und schon
befindet man sich in kleinen, ruhigen, verwinkelten Gassen.
Im Prinzip könnte
man hier mehrere Tage verbringen und würde immer neue, aufregende Details
entdecken, neue Straßen, und neue Kunstwerke an den Wänden. Teilweise ist es
ganz schon schweißtreibend, wenn man sich die unzähligen Stufen einer als
Klavier bemalten Treppe nach oben quält, oder die steilen Gassen immer weiter
nach oben führen.
Da ist es
praktisch, dass es in Valparaíso noch einige der historischen Aufzüge gibt, die
einem für unter einem Euro einige Höhenmeter abnehmen können. Alternativ gibt
es für den Weg nach unten auch das freundliche Angebot an der Hauswand „Benutze
das Fahrrad“. Das lässt man sich doch nicht zweimal sagen, oder? ;)
| "Benutz das Fahrrad" |
Toll ist es, wenn
man zwischen den bunten Häusern plötzlich Ausblick auf den Hafen und das Meer
hat. Insbesondere bei so schönem Sonnenschein wie heute ist es doch ein inneres
Blumenpflücken, wenn man mit solchen Aussichten belohnt wird.
Ich kann auch
nicht müde werden, von den vielen Kunstwerken an den Häuserwänden zu schwärmen.
Dabei geht die Palette von riesengroßen Kunstwerken, bis hin zu kleinen,
witzigen Details, ganz unterschiedliche Stile reihen sich aneinander und
bringen den Auslöserknopf der Kamera zum Glühen.
Und nach einem
aufregenden Ausflug durch die kleinen Gassen, steht da plötzlich ein Auto der
Feuerwehr, genauer gesagt der Ortswehr von Ehrhorn-Wintermoor, mitten auf der
Plaza Sotomayor. Da kommen doch Heimatgefühle auf.
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