Valparaíso

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Dienstag, 12. Dezember 2017

Ein besonderer Bauernhof

María Paz musste am Montag nicht arbeiten und so fuhren wir am Nachmittag mit ihrer Mutter zu Marisol, einer Freundin der Mutter. Diese hat vor vielen Jahren beschlossen, sich mit ihrem Mann aufs Land zurückzuziehen und Tiere aufzunehmen, die dort ein glückliches Leben führen. Der Einladung auf den kleinen Bauernhof folgten wir natürlich gerne. Zuerst begrüßten uns die vielen Hunde des Hofs, die frei herumliefen. Sie waren sehr aufgeregt wegen des Besuchs und sprangen wild herum und ließen sich streicheln.


In einem sehr großen Gehege waren dann wie in einem Streichelzoo wild durcheinander Schafe, Ziegen, Alpakas und Kühe, die dort gemeinsam leben. Einige neugierige Nasen kamen auch gleich an den Zaun, um sich streicheln zu lassen. 


Vor allem die Kühe genossen es, sich den Kopf kratzen zu lassen und waren ganz aufgeregt. Man muss dazu sagen, dass nur die beiden jungen Kühe mit den Schafen und Ziegen im Gehege sind, die älteren haben eine getrennte Weide.


Dann wurden die Tiere noch viel aufgeregter, denn es war Zeit für die Fütterung. Marisol kam mit zwei großen Flaschen Milch, die den Jungkühen gegeben wurde. Ich durfte auch mitfüttern. Für die anderen Tiere gab es später Heu.


Im Nachbargehege leben Enten, Gänse, Hühner und Pfaue zusammen. Auch ein Babypfau rannte vergnügt seiner Mutter hinterher. Während die Enten munter quakten und sich über Gott und die Welt unterhielten, fraßen die Hühner ihr Futter leer. Andere Hühner brüteten im Stall und der Hahn krähte. Die Pfaue waren leider nicht in Balzlaune, sondern stritten mit ein paar sonderbar aussehenden Hühnern.


Ein weiteres Highlight waren zwei große Emus, die ein eigenes großes Gehege für sich hatten und mit uns neugierig beäugten. Diese großen Vögel, die ursprünglich aus Australien stammen, können nicht fliegen, aber dafür bis zu 50 km/h schnell rennen. Die beiden Tiere von Marisol waren freundlich, und ließen sich streicheln. Sie haben sehr viele kleine dünne Federn, was zu einem dicken weichen Federkleid führt.



Zum Abschluss hatte Marisol noch eine Überraschung für uns. In der Scheune, wo sie das Heu lagern, hatte sich eine Eule eingenistet und wir konnten einen kurzen Blick auf ihre Jungen werfen. 


Beeindruckt von den vielen coolen Tieren kamen wir gar nicht dazu den Rest des Bauernhofs zu sehen, denn Marisol besitzt auch viele Oliven-, Mandel- und Walnussbäume, sowie Obstbäume aller Arten. Dafür können wir vielleicht an einem anderen Tag nochmal vorbeikommen. 


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