María Paz musste
am Montag nicht arbeiten und so fuhren wir am Nachmittag mit ihrer Mutter zu
Marisol, einer Freundin der Mutter. Diese hat vor vielen Jahren beschlossen,
sich mit ihrem Mann aufs Land zurückzuziehen und Tiere aufzunehmen, die dort
ein glückliches Leben führen. Der Einladung auf den kleinen Bauernhof folgten
wir natürlich gerne. Zuerst begrüßten
uns die vielen Hunde des Hofs, die frei herumliefen. Sie waren sehr aufgeregt
wegen des Besuchs und sprangen wild herum und ließen sich streicheln.
In einem sehr
großen Gehege waren dann wie in einem Streichelzoo wild durcheinander Schafe,
Ziegen, Alpakas und Kühe, die dort gemeinsam leben. Einige neugierige Nasen
kamen auch gleich an den Zaun, um sich streicheln zu lassen.
Vor allem die Kühe
genossen es, sich den Kopf kratzen zu lassen und waren ganz aufgeregt. Man muss
dazu sagen, dass nur die beiden jungen Kühe mit den Schafen und Ziegen im
Gehege sind, die älteren haben eine getrennte Weide.
Dann wurden die
Tiere noch viel aufgeregter, denn es war Zeit für die Fütterung. Marisol kam
mit zwei großen Flaschen Milch, die den Jungkühen gegeben wurde. Ich durfte
auch mitfüttern. Für die anderen Tiere gab es später Heu.
Im Nachbargehege
leben Enten, Gänse, Hühner und Pfaue zusammen. Auch ein Babypfau rannte
vergnügt seiner Mutter hinterher. Während die Enten munter quakten und sich
über Gott und die Welt unterhielten, fraßen die Hühner ihr Futter leer. Andere
Hühner brüteten im Stall und der Hahn krähte. Die Pfaue waren leider nicht in
Balzlaune, sondern stritten mit ein paar sonderbar aussehenden Hühnern.
Ein weiteres Highlight
waren zwei große Emus, die ein eigenes großes Gehege für sich hatten und mit
uns neugierig beäugten. Diese großen Vögel, die ursprünglich aus Australien
stammen, können nicht fliegen, aber dafür bis zu 50 km/h schnell rennen. Die
beiden Tiere von Marisol waren freundlich, und ließen sich streicheln. Sie
haben sehr viele kleine dünne Federn, was zu einem dicken weichen Federkleid
führt.
Zum Abschluss
hatte Marisol noch eine Überraschung für uns. In der Scheune, wo sie das Heu
lagern, hatte sich eine Eule eingenistet und wir konnten einen kurzen Blick auf
ihre Jungen werfen.
Beeindruckt von den vielen coolen Tieren kamen wir gar nicht dazu den Rest des Bauernhofs zu sehen, denn Marisol besitzt auch viele Oliven-, Mandel- und Walnussbäume, sowie Obstbäume aller Arten. Dafür können wir vielleicht an einem anderen Tag nochmal vorbeikommen.


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