Valparaíso

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Dienstag, 21. Mai 2019

Neues aus Valparaiso


Der Winter kommt immer näher und es wird etwas kälter in Valparaíso. Zum Glück ist der Ozean das ganze Jahr über ein guter Regulator und beschert uns weder zu kalte Winter noch zu heiße Sommer. Bikinizeit ist trotzdem vorbei – auch für mich. In den letzten Tagen flattert immer ein kleiner Kolibri vor unserem Fenster herum, letztens saß er auch mal für einen Moment still, sodass ich ihn fotografieren konnte. Ansonsten ist es sehr schwer ihn auf ein Foto zu bekommen, da er von einem Ort zum nächsten flitzt.


Gegen die kalten Temperaturen helfen auch Decken und die Katze Mews, die im Sommer im Garten ihr Unwesen treibt, freut sich über einen kuscheligen Platz auf dem Sofa.


Zuletzt waren auch Leo und Annabelle, die mit mir zusammen in Kaiserslautern studiert haben, auf Reisen in Chile und ich zeigte ihnen ein bisschen die Stadt. Zum Beispiel gingen wir zum Fischmarkt in Portales und staunten über die Seelöwen, die dort auf Fischreste warten. Diese werden hier zuhauf ins Wasser geworfen und dann geht jedes Mal eine wilde Seeschlacht los, in der sich auch die zahlreichen Möwen nicht zurückhalten, um einen Fischkopf zu ergattern.


Es gibt auch einige Pelikane, die aber eher ein ruhiges Gemüt haben und aus der Ferne zuschauen. Wobei man – wenn man im folgenden Videoausschnitt am Ende auf den linken Rand schaut, einen Pelikan dabei beobachten kann, wie er etwas abseits des wilden Treibens hastig ein Stück Fisch  verschluckt.


Diesmal kauften wir selbst keinen Fisch, da wir noch weiter durch die Stadt liefen, aber auch so ist der Fischmarkt immer einen Besuch wert. Zum Abschluss gibt es noch ein Wimmelbild, auf dem man Chaos mal in einem Moment festgehalten sieht.


Wir liefen weiter durch die Hügel Valparaísos und ein Vorteil von vielen Touren durch die Stadt in den letzten Wochen (mit Eltern, Schwester sowie Annabelle und Leo) ist, dass ich langsam anfange Graffitis wiederzuerkennen. Beispielsweise von der Künstlerin Anis aus Valparaíso, die an vielen verschiedenen Stellen der Stadt Graffitis in unterschiedlichen Größen hinterlassen hat. Man kann sie an den Augen der Personen und den verwendeten Farben leicht erkennen. Hier kommt eines ihrer Werke – es gibt aber noch viele mehr zu entdecken.


 Und außer Graffitis gibt es immer wieder schöne kleine Details zu sehen, wenn man durch die Gassen läuft, wie diese neugierige aber schüchterne Katze, die uns beim Vorbeigehen misstrauisch beäugte.



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