Nachdem der
chilenische Nationalfeiertag hier so groß gefeiert wird, kam beim mittaglichen
Mittagessen die Frage auf, ob es in Deutschland auch so etwas wie den „Dieciocho“
gibt. So erzählte ich ein bisschen von der Geschichte und vom Tag der deutschen
Einheit. Und wir beschlossen einen Nachmittag lang deutsches Essen
zuzubereiten, und gemeinsam zu Abend zu essen.
Gesagt getan, ich
setzte ein Menü auf mit sechs Möglichkeiten für vegetarische Hauptgerichte, aus
denen die Teilnehmer auswählen konnten. Sie entschieden sich für Flammkuchen. Was
hättet ihr gewählt? Oder habt ihr andere Ideen für typisch deutsche Gerichte? Dazu
wollten wir Brezen machen und María Paz fand ein farbenfrohes Rezept für einen
Deutschland-Kuchen.
Nach einer Absage
in letzter Minute trafen sich María Paz und ich am Samstag mit Claudia (auch aus
Chile) und Dewa (aus Indien). Zuerst waren die Brezen dran, Clau hatten den
Hefeteig schon am Mittag angesetzt, sodass wir direkt mit dem Formen anfangen
konnten. Nach einem Bad in Natronwasser und einem Aufenthalt im Ofen, waren wir
alle überrascht wie gut es geklappt hatte und machten viele Fotos mit den
frischen Brezen.
Als nächstes war
der Deutschlandkuchen an der Reihe. Auch hier überraschte mich, wie gut und
unkompliziert wir ein erstaunliches Resultat hervorbringen konnten. Der Teig
war aus drei Teilen zusammengemischt geworden (wobei wir bei der Farbe schwarz etwas
mogelten und das dunkelstmögliche Lila herstellten).
Obendrauf gab es
einen Zitronenguss und Ananas, Erdbeeren und Blaubeeren.
Am Ende machten
wir noch einen Flammkuchen, der auch gut gelang. Da wir die ganze Zeit immer
wieder probierten, waren wir satt und machten erstmal einen Spaziergang am
Strand. Als der Hunger wiederkam, machten wir endlich das deutsche Abendessen
und alle waren sehr zufrieden. Auch ich freute mich über zwei gut
funktionierende Rezepte für mein Rezeptebuch und dass unsere Freunde mit uns
den Tag der deutschen Einheit gefeiert hatten.

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