Valparaíso

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Samstag, 25. April 2020

Schöne Fußballerinnerungen


In diesen Tagen ist Fußballspielen leider keine Option, aber man kann ja immer noch in den Tonnen an Erinnerungen schwelgen, an denen wir Woche für Woche in der Vergangenheit gearbeitet haben. Auf Facebook ist momentan eine Challenge im Umlauf, in der man seine Freunde dazu nominieren kann, Fußballerinnerungen zu posten. Dazu wurde ich von Jakob, dem besten Flankengeber, Freistoßkünstler und Freisportpartner, nominiert, habe aber beschlossen die Fotos nicht im Rahmen der Challenge auf Facebook zu posten (da ich selbst viel mit Daten arbeite, fühle ich mich nicht so wohl, zu einer Datenbank mit Bildern, die alle das Label „Fußball“ haben für Facebook beizutragen). Weil ich die Idee trotzdem richtig cool finde, und auch viele Erinnerungen mit dem runden Leder habe, will ich in diesem Blogeintrag fünf meiner schönsten Fußballmomente teilen.

Die gute alte Freisportanlage: Dieses Bild steht stellvertretend für tausende von Stunden von richtig guten Spielen, Mini-WM, Technik oder einfach nur aufs Tor bolzen oder zwörbeln. Müdigkeit gab es eigentlich nie, und es war nicht unüblich nach intensiven Spielen am Morgen nach dem Mittagessen wieder den ganzen Nachmittag dort zu verbringen. Da damals Smartphones noch kein ständiger Bestandteil unseres Lebens waren, gibt es sehr wenige Fotos von dieser Zeit.


Fußball ist eine Sprache, die auf der ganzen Welt gesprochen wird und Menschen verbindet. Das habe ich nicht nur während meines Freiwilligendienstes in Peru gelernt. Selbst in den hinterlegendsten Ecken der Anden gibt es Fußballplätze und wenn man sich an die Höhenluft gewöhnt, kann man auch hier Tore erzielen und Fußballfeste feiern. Das Foto stammt von einem Fußballspiel, bei dem ich nicht selbst gespielt habe, sondern das ich zwischen den Schülern meiner Schule und des Kinderdorfs organisiert hatte. Wer das Spiel in ganzer Länge nachlesen möchte, dem empfehle ich diesen sehr alten Blogartikel: Link.


Eines der emotionalsten Fußballspiele, das ich je gespielt habe war das Relegationsspiel 2014 mit dem SV Veitshöchheim gegen Teilheim, bei dem es um den Aufstieg ging. Vor großer Kulisse lieferten wir einen Kampf, der uns bis in die Verlängerung führte und standen nach 120 Minuten als Sieger da. Dann gab es kein Halten mehr und die Fans, die uns über das ganze Spiel lautstark unterstützt hatten stürmten den Platz.


Dass manchmal nur Zentimeter zwischen Feiern und Trauern liegen, musste ich in diesem Spiel schmerzhaft lernen. Wir lagen 2:1 gegen Retzstadt hinten und brauchten dringend Punkte gegen den Klassenerhalt. Kurz vor Schluss wurde ich herrlich von Dino freigespielt und hob den Ball mit dem linken Fuß über den herauslaufenden Torhüter. Leider konnte der Verteidiger das Tor gerade noch so in einer artistischen Situation verhindern.



Abschiede sind immer traurig, jedoch wird mir der Abschied vom ASV Waldleiningen – wie auch die gesamten 4 Jahre die ich bei dem Verein während meines Studiums verbracht habe – in allerbester Erinnerung bleiben. Das letzte Spiel vor meiner Abreise nach Chile führte uns zum Aufstiegsfavoriten Wiesenthalerhof. Nach ca. 20 Minuten köpfte Max den Ball in meinen Lauf und ich überwand den Torhüter zum 1:0. Wir verteidigten die restlichen Minuten mit Glück und Geschick und konnten so drei wichtige Punkte einfahren und fröhlich meinen Abschied feiern. Nach Siegesgesang, Pizza und Bier gab es dann noch Zeit für viele lustige Abschiedsfotos.



Tore, Siege, tolle Spielzüge, Situationen die einen Jahre später noch ärgern, Feiern mit den Fans und mit der Mannschaft, aufmunternde Worte nach Niederlagen, das sind die Elemente, die den Fußball für mich einzigartig machen. Aber es gibt eines was noch wichtiger ist, und das sind all die riesigen Persönlichkeiten der Mitspieler und Trainer die ich hatte, sei es beim Bolzen auf der Frei, beim SV Veitshöchheim in Jugend und Aktive, in Peru, beim ASV Waldleiningen oder jetzt in Chile.

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