Valparaíso

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Samstag, 20. September 2014

Urlaub in Cochamó

Anlässlich des Nationalfeiertages Chiles hatten wir eine ganze Woche frei. Deshalb packten Jakob und ich am Freitag, kaum dass die letzte Vorlesung zu Ende war, unsere Siebensachen und fuhren knapp 1000 Kilometer in den Süden. Die Busfahrt ging über Nacht und endete am nächsten Morgen in Puerto Montt. Von dort fuhren wir in einem kleinen Bus noch eine halbe Stunde nach Puerto Varas, wo wir uns in einem Hostal einnisteten. Wir erkundeten schon einmal die Stadt, die am Ufer des Lago Llanquihue gelegen und von zwei herrlichen schneebedeckten Vulkanen umgeben ist.
Jakob, Llanquihue, Osorno (von links nach rechts)
Der richtige Urlaub begann dann am nächsten Tag, als Timo, ein Kumpel von Jakob aus Konstanz aus dem Süden Chiles angereist kam.
Wir fuhren am Ufer des Llanquihues entlang in das kleine Dörfchen Ensenada und aßen dort ein Empanada (oh, das reimt sich ja sogar!). Zudem gönnten wir uns trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt ein kurzes Bad im kalten Wasser des Sees. Wir wollten aber noch ein Stückchen weiter landeinwärts fahren und warteten so im Bushäuschen von Ensenada auf den Bus. Der ließ aber auf sich warten und so verbrachten wir drei Stunden mit halbherzigen Trampversuchen und Empanadaessen.
Aussicht vom Bushäuschen
Endlich kam der Bus, aber er war pickepackevoll. So fuhren wir eine Stunde stehend dicht an dicht gepresst auf einem hoppeligen Feldweg, bis wir am frühen Abend Cochamó erreichten. Hier gingen wir in ein gemütliches Hostel und aßen abends frische Forelle aus dem See (mit Pommes, nicht aus dem See).

Die Kirche von Cochamó

Wir verbrachten die nächsten zwei kompletten Tage in Cochamó und wanderten in der Natur umher. Einmal den ganzen Tag am Río Cochamó entlang, der durch seine unfassbare Grünheit beeindruckte.
Río Cochamó

Wir trafen auf dem Weg kaum andere Wanderer und erreichten La Junta, unser Ziel nach 4,5 Stunden. Da sahen wir in der Ferne einen Fuchs, der unfassbarerweise auf einen Baumstumpf sprang.
"Jetzt ist er oben."

Nach einem kurzen Nickerchen gings dann wieder retour und abends waren wir müde. Am nächsten Tag standen wir deshalb entspannter auf und folgten der Straße über Cochamó bis wir einen Aussichtspunkt erreichten.

Wir hatten Essen dabei und aßen es auf. Dann schliefen wir, reden viel Stuss und warfen mit Orangen. Abends aßen wir tonnenweise Eis im Hostel und kochten.

Unser Hostel (nicht im Bild)
Die Leute im Dorf waren auch sehr nett zu uns. Etwas nervig war eine ältere Frau, die immer wenn sie den Raum betrat irgendwie dafür sorgte, dass das Feuer im Kamin ausging. Aber das war zu verkraften.
Am Morgen des dritten Tages in Cochamó standen wir unfassbar früh auf und fuhren mit dem Bus zurück nach Ensenada. Dort erwartete uns ein herrliches Bild.

Der Vulkan Osorno, wie er in der Morgensonne majestätisch über dem Lago Llanquihue thront. Und über dem Lago war ganz feiner Dunst. Wir schossen Fotos und genossen und fuhren dann noch zu Wasserfällen und schließlich zurück nach Puerto Varas.

bei den Saltos de Petrohué
Hier kriegten wir einen kleinen Eindruck vom Nationalfeiertag (18. September), es gab richtig viel leckeres Essen und ich gewann beim Glücksraddrehen zwei Schokoriegel. Am 18. abends nahmen wir den Nachtbus nach Valparaíso. Ein richtig witziger Urlaub inmitten wunderschöner Natur, quasi ein inneres Blumenpflücken.

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