María Paz und ich
verbringen zurzeit sehr sehr viel Zeit zuhause, di e Quarantäne wird von Woche
zu Woche verlängert und auch wenn wir in Chile mittlerweile nicht mehr 5000
neue Fälle täglich haben, sondern „nur noch“ um die 2000-2500, so ist es immer
noch zu viel, um an die Normalität zu denken.
Auf der Suche
nach neuen Hobbies und inspiriert durch die Vögel, die gegen 17:30 Uhr täglich
zu einem lauten Konzert ansetzen, haben wir uns eine Kamera gekauft. Das freut
sicher auch die Leser des Blogs, da es potentiell etwas mehr zu lesen gibt, wenn
Fotos vorhanden sind und ich nur noch kurze Texte drumherum drapieren muss.
Mews, die treue
Hauskatze ist momentan das meistfotografierte Motiv und muss sich nicht einmal anstrengen, um
immer gut auszusehen und unsere Herzen zum Schmelzen zu bringen. Sie schläft viel,
denn Model sein strengt ganz schön an.
Da sie ein paar
Pfunde zugelegt hat, versuchen wir sie immer zum Spielen anzuregen und
beispielsweise den Baum hochzuklettern auf der Jagd nach Blättern.
Am Wochenende
nutzen wir unsere Ausgangserlaubnisse zum Einkaufen (zwei pro Woche und Person),
um die Eltern von María Paz zu besuchen. Letztes Wochenende war es sogar
ziemlich warm und wir aßen Eis auf dem Balkon. Da etwas später schön die Sonne
unterging, konnten wir gleich die neue Kamer ausprobieren. Leider können wir
bisher nur den Automatik-Modus verwenden, aber María Paz hat den Plan, sich ein
bisschen in den manuellen Modus einzuarbeiten.
Die Sonne geht
relativ früh unter (so knapp nach 18 Uhr dieser Tage) und dann erstrahlt
Valparaíso in der Nacht. Für uns bedeutet das, die knapp 500 Meter nach Hause
zu laufen und gemütlich mit Mews einen Film oder eine Serie zu gucken.
Abseits des
Kamera-Hypes, gibt es auch andere gute Neuigkeiten: María Paz hat eine Mail von
der Uni Kassel bekommen und wir versuchen, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um
bei Semesterstart in Deutschland zu sein. Leider ist das wirklich unter erschwerten
Bedingungen, da trotz Ausgangssperre alle Papiere legalisiert werden und dann
nach Santiago zur deutschen Botschaft gebracht werden müssen. Und das dauert
dann noch ein paar Wochen oder Monate, bis wir tatsächlich das Visum für María
Paz bekommen und hoffentlich gibt es bis dahin wieder (mehr) Flüge Richtung
Deutschland. Aber wir arbeiten daran!
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