Valparaíso

Valparaíso

Freitag, 19. Dezember 2014

Abschied von Valparaíso

So, das war es also mit dem Semester. Alles hinter mich gebracht. Was geschah noch die letzten Tage? Ich war nochmal mit María Paz, ihrer Mutter und Jean-Pierre im Stadion. Das Spiel war sowas wie Champions-League-Quali auf Südamerikanisch. Das Hinspiel hatten die Wanderers souverän 4-2 auf fremdem Platz gewonnen, deshalb gönnten sie sich im Rückspiel eine 2-3 Heimniederlage. Kleines Highlight war dieser Elfmeter zur zwischenzeitlichen 2-1-Führung.

Somit war ich wieder mal ein schlechter Glücksbringer, da das das zweite Heimspiel der Saison war, das nicht gewonnen wurde, und klar: bei beiden Spielen war ich im Stadion. Mal gucken, ob ich nochmal mit darf!
Tja, und dann war auch schon die Zeit für Abschiede gekommen. Für die meisten Austauschstudenten endet nämlich hier das Abenteuer Valparaíso. So auch für Jakob, meinen treuen Mitbewohner. Wir luden nochmal ein paar nette Leute zu einer kleinen Abschiedsfeier zu uns ein. Da gab es dann Nudeln mit vegetarischen Soßen, Plätzchen und den traditionellen Weihnachtskuchen von María Paz (da es hier im Dezember heiß ist, ist es eine Eistorte mit Schokokeksen und Schlagsahne, mjam mjam mjam, mir läuft jetzt noch das Wasser im Munde zusammen).
Jakob hatte sich ein extra großes Stück verdient, da er unseren Urlaubsfilm vom Cochamó-Urlaub im September fertiggestellt und sogar mit spanischen Untertiteln versehen hat. Ein tolles Resultat, wer eine Viertelstunde Zeit hat, sollte ihn sich nicht entgehen lassen: https://vimeo.com/114477098.
Am nächsten Tag putzten wir die Wohnung durch und dann brachen er und seine Freundin Denisse auch schon auf in den Urlaub. Ich erst heute. Mein Tag begann um 5:30 Uhr, ihr fuhr per Taxi zum Terminal in Valpo, von da mit dem Bus nach Santiago zum Terminal. Von da gings im nächsten Bus zum Flughafen, wo ich ein bisschen ausharren musste.

Dann flog ich über Antofagasta, Iquique (mit jeweils Landung) nach La Paz. Ich war schon voll müde, und dann dauerte es ewig bis ich endlich drin war im Land. Abends fuhren keine Busse mehr nach Cusco, sodass ich in ein Hostel ging. Hungrig wie ein Löwe und geil auf Essen von der Straße ging ich raus, setzte mich in ein Menü-Restaurant und gönnte mir Lomo mit Pommes, Reis und Salat für umgerechnet 1,70 Euro. Dann noch einen Erdbeerjogurt mit Früchten drin. Und dann hatte ich Durst. Erst wollte ich mir nen Liter Wasser kaufen, für umgerechnet 0,80 Euro, aber dann sah ich dass man für einen Euro auch drei Liter Oro (billige Inka Kola) haben konnte. Glücklich verzog ich mich aufs Hostelzimmer und trank ein Glas nach dem anderen, bis mir schlecht war.

Müde von der ganzen Reiserei ging ich früh schlafen. Morgen um 8 Uhr fährt mein 12-Stunden-Bus nach Cusco.

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