María Paz und ich
fuhren am Samstag knapp anderthalb Autostunden Richtung Süden nach San Antonio,
wo Jael, eine Schulfreundin von María Paz, und ihr Mann Andrés wohnen. Wir
kamen am späten Nachmittag an und Jael nahm uns mit nach Santo Domingo, das
Dorf nebenan, von wo wir den Sonnenuntergang genießen konnten.
Santo Domingo ist
wie ein kleines Luxusdorf, viele reiche Leute haben hier Wochenendhäuser
natürlich mit Blick aufs Meer. Wir gingen runter an den Strand und schauten den
letzten Sonnenstrahlen des Tages nach. Auch gab es hier ein paar Felsen, an
denen man hervorragend kraxeln konnte.
Dann unternahmen
wir einen ausgedehnten Abendspaziergang am Strand entlang, María Paz und Jael
hatten sich viel zu erzählen und ich genoss die Farben der untergehenden Sonne,
die die Wolkenschichten in verschiedenen Höhen anfärbte.
Es wurde kälter
und die Mägen begannen zu knurren, so fuhren wir nach Hause zu Jael und machten
eine Pizza mit extra viel Käse. Als kleinen Appetizer, während der Teig noch
gehen musste, gab es schon mal einen Ofenkäse mit Walnüssen, Lorbeer und Honig.
Satt und zufrieden
packten wir die Spiele aus, die wir mitgebracht hatten und spielten zu dritt –
zuerst Story Cubes, dann Hanabi und schließlich Dao – bis Andrés spät abends
von der Arbeit kam. Dann unterhielten wir uns noch, bis die Augen zu schwer
wurden und wir schlafen gingen.
Am nächsten Tag
brachen wir gleich nach dem Frühstück auf, um einen Platz für das WM-Finale zu
finden. Das war leichter gesagt als getan, da die meisten Lokale zu dieser
Urzeit noch nicht geöffnet hatten. Aber wir wurden letztlich fündig und
verfolgten das spannende 4:2 von Frankreich gegen Kroatien. Wie vermutlich
viele Menschen in der Welt wünschten wir den Kroaten den Sieg, aber letztlich
reichte es nicht ganz. In Europa ist nach dem WM-Finale der Tag schon fast
vorbei, bei uns war gerade erst Mittag. Wir liefen zu einem Aussichtspunkt von
dem man die ganze Stadt sehen konnte, und dazu das Meer und den Fluss Maipo,
der hier in San Antonio in den Ozean fließt.
| Könnte auch der Main sein. Aber wo ist Margetshöchheim? |
Anschließend
besuchten wir noch ein cooles Museum, in dem in verschiedenen Räumen, die Entstehungsgeschichte
der Erde, die Geschichte Chiles vor der Kolonisation und viele einheimische
Tiere ausgestellt waren. Außerdem gab es eine coole Ausstellung von Fotos von
Vögeln. Leider reichte die Zeit nicht um alles anzugucken, da das Museum schon
früh zumachte.
| Skelette von Baby-Blauwalen |
Dann hieß es für
uns aber auch schon langsam Abschied nehmen und wir fuhren in der Abendsonne
zurück nach Valparaíso.
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