Zurück in Valparaíso ging dann das gewöhnliche Unileben weiter, zum Glück erstmal nicht so stressig. So konnten wir das Sommerwetter genießen und auch schon mal am Strand chillen. Dann stand am Donnerstag auch das italienische Abendessen an! Zuvor wurde gesagt, dass wir etwas italienfarbiges mitbringen müssen, um etwas zu Essen zu bekommen. Da mir das Risiko des Nicht-Essen-Bekommens zu groß war, gab ich mir Mühe und erschien als improvisierte Italienfahne.
Es lohnte sich total! Viele verschiedene Pizzen wurden aufgetischt, eine leckerer als die andere. Dazu ein typisch sizilianisches Gericht, Arancini (glaube ich), was fritierte, gefüllte Reiskugeln waren, eine Wohltat für meinen Magen. Und zum krönenden Abschluss leckeres Tiramisu.
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| Die ganze zufriedene Meute (Foto wieder mal von Manuela) |
Das Abendessen fand im Haus von der Soto statt, einer chilenischen Tutorin, die selbst einmal für ein Semester in Sizilien war. Da dies aber ziemlich weit weg von Valparaíso war, blieben viele noch dort. Wir unterhielten uns bis in die Morgenstunden mit ihren Eltern und konnten dann jeder in einem der zahlreichen Betten des Hauses schlafen.
Am nächsten Tag ging ich mit einer kleinen Gruppe am Nachmittag gemütlich ein Eis essen. Als ich an der Reihe mit dem Bestellen war sagte ich: „Un helado de una bola“. Und musste erstmal 20 Minuten warten, bis die Dame an der Kasse sich von ihrem Lachanfall erholt hatte. Unfassbar diese Chilenen, denn hier hat alles zwei Bedeutungen und man tritt dauernd in irgendwelche Fettnäpfchen. Immerhin kriegte ich dann mein Eis, da wars mir auch egal. Abends aßen wir noch einen Riesenteller Pommes und tranken ein Bier.
Ab jetzt beginnt die nächste Stressphase, wir haben zahlreiche große Hausaufgaben vor der Brust und auch noch einige Tests. Sozusagen der Endspurt, denn in etwas mehr als einem Monat dürfte der Spuk auch schon vorbei sein.



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