Valparaíso

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Samstag, 15. November 2014

Santiago de Chile und TEDx 2014


Mein Spanischprofe Manuel ist nicht nur ein lustiger Zeitgenosse und Entertainer im Unterricht, sondern auch einer der Mitorganisatoren des TEDx Events 2014 in Santiago.

TED (Technology, Entertainment, Design) sind weltweit stadtfindende Konferenzen, in denen die Vortragenden in 18 Minuten über ein Thema referieren und im Bestfall eine Message übermitteln und die Besucher zum Denken und Handeln anregen. Unter www.ted.com findet man weitere Informationen und interessante Videos.
TEDx ist ein unabhängig von TED organisiertes Event, unterstützt von der Uni an der ich studiere, und das Event fand am Donnerstag statt. Der Spanischlehrer hatte ordentlich Werbung gemacht und so wollte ich mir das Ganze nicht entgehen lassen.

Riesige Chile-Fahne
Am Morgen fuhr ich mit María Paz nach Santiago und wir hatten noch genug Zeit, uns die Stadt ein bisschen anzugucken. Wir liefen durch die Straßen, und auf den Cerro Santa Lucía, wo wir einen schönen Blick über die Stadt hatten. 

Wir kamen auch am höchsten Gebäude Lateinamerikas vorbei, dem Gran Torre Santiago, der 300 Meter hoch in den Himmel ragt.

Mittags knurrten unsere Mägen gewaltig, sodass wir uns in einer Mall ein leckeres Mittagessen gönnten und so gestärkt Richtung TEDx gehen konnten.

Marcia, mit der ich in Spanisch immer zusammenarbeite, war ebenfalls dem Ruf des Events gefolgt.

Insgesamt gab es acht Vorträge. Es begann der Literaturprofessor und Dichter Cristián Warnken, der einen tollen Vortrag zum Thema Wüste (in Chile) und die innere Wüste eines jeden Einzelnen hielt, über das Wunder Kaktus und die Poesie, die in Chile einen hohen Stellenwert hat. Anschließend berichteten zwei Schülerinnen, die in der Antarktis im Alter von 15 Jahren angefangen haben zu forschen, und eine Algensorte entdeckt haben, die Öl abbaut. Der dritte Vortrag war von einem Regisseur und er zeigte viele launige (aber auch zum Nachdenken anregende) Ausschnitte aus seinem neuesten Projekt, einen Film über die letzte Präsidentschaftswahl in Chile.

Den Abschluss des ersten Teils bildete Anne Hansen, eine ältere dänische Dame, die schon viele Jahre in Valparaíso lebt und dort eine Bibliothek für Kinder gegründet hat. Sie hatte einen tollen Vortragsstil, präsentierte im Wesentlichen nur zwei Bilderbücher, aber vernetzte das mit vielen Denkanstößen für die Gesellschaft. Dann gab es eine kurze Kaffeepause. 
(Me llamo) Sebastián, ein chilenischer Musiker

Die Vorträge der zweiten Hälfte waren auch interessant, aber für mich nicht so fesselnd wie die der ersten Hälfte. Kann sein, dass ich einfach schon platt war, von so vielen schlauen Sätzen, die mein Gehirn durchqueren mussten, oder ob sie vom Niveau wirklich nicht ganz rankamen. 
 

Das Video zeigt den Anfang des Vortrags einer Lehrerin von der Osterinsel, wo sie ein Gedicht auf Rapa Nui, der dort gesprochenen Sprache, rezitiert.
Lustig war das Ende dieses Vortrags, als die Frau nach ewigem Gelaber fragte: „Was bedeutet eigentlich 'Time's up'?“
Nach dem letzten Vortrag gabs viel Applaus und auch nochmal etwas zu Essen, dann war der ereignisreiche Tag zu Ende und wir fuhren gemütlich und erschöpft zurück nach Valparaíso.

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