Valparaíso

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Montag, 22. Januar 2018

Märkte und Messen mit Mittagessen

Was sich reimt ist gut, das wusste schon der liebe Pumuckl! Folglich ist auch die Überschrift zu diesem Text gut, und das trifft sich passend, denn der beschriebene Tag war gut. Doch der Reihe nach. Es sind gerade Sommerferien in Chile, und die Leute aus der Millionen-Smog-Hitze-Stadt Santiago verbringen ihre Freizeit gerne in den milden Küstenstädte Valparaíso und Viña del Mar. Das hat zur Folge, dass die Strände voll sind. Außerdem macht die Anwesenheit von kaufkräftigem Publikum die Monate Januar und Februar zu Monaten voller Events, Märkte und Messen.


Am Sonntag fuhr ich mit María Paz und ihrer Familie nach Viña, wo in diesen Wochen ein internationaler Kunsthandwerkermarkt stattfindet. Doch bevor ich anfangen konnte, die angebotenen Produkte aus aller Welt zu betrachten, musste ich erstmal meinen Magen füllen. Ich gönnte mir eine Chorillana, ein chilenisches Gericht, bestehend aus Pommes, Röstzwiebeln, Fleischstücken, Wurststückchen und einem Spiegelei. Sehr lecker!


Gestärkt schauten wir uns jetzt die unzähligen Stände an, probierten selbstgebrautes Bier, trommelten auf kubanischen Trommeln, schauten uns Blumensträuße aus Holz an und kauften auch die ein oder andere Kleinigkeit.


Dann war es schon höchste Zeit weiterzugehen und ich wollte auf meinem Motorrad abfahren. Leider merkte ich, dass das Benzin leer war und so musste ich es stehenlassen.


Also liefen wir zu Fuß ein Stück durch die Stadt, wo eine große Büchermesse stattfand. Heute waren aber nicht die Bücher der Star, sondern niemand geringeres als Pancho Saavedra, ein bekanntes Gesicht aus dem Fernsehen. Dazu vielleicht ein paar Worte: Das Programm, das Pancho Saavedra macht, heißt „Lugares que hablan“, auf Deutsch „Orte, die sprechen“. Mit seinem Kamerateam ist er in ganz Chile unterwegs, besonders gerne in abgelegenen Ecken, besucht die Leute dort und bringt dem Fernsehpublikum die Traditionen vor Ort direkt ins Wohnzimmer. Sei es ein Besuch beim ältesten Mann Chiles (und vielleicht sogar der Welt), die Herstellung von Mote con Huesillo, einem berühmten Getränk in Chile oder die Jagd nach Meeresfrüchten, Pancho ist immer mit vollem Körpereinsatz und vor allem mit lautem Lachen am Start. Da María Paz und ich, und auch ihre Eltern jeden Samstag „Lugares que hablan“ schauen, wollten wir uns den Besuch natürlich nicht entgehen lassen. Pancho war übrigens auf der Büchermesse, um sein neues Buch „Lugares que hablan“ vorzustellen.



So begannen dann auch schon die Abendstunden und wir fuhren wieder in der Metro nach Hause. Es ist immer schön, wenn man einen Fensterplatz hat, die Sonne gerade untergeht und ein ruhiger Musiker eine Melodie spielt, um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. 


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