Valparaíso

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Dienstag, 22. Mai 2018

Urlaub in Curacautin


Im November letzten Jahres war ich zuletzt mit Moritz im Nationalpark Laguna del Laja unterwegs gewesen. Nach einem kurzen Aufenthalt in Deutschland ist er jetzt wieder in Chile und arbeitet an einem Projekt in Temuco. Nicht nur haben wir beide 2011/12 bzw. 2012/13 im gleichen sozialen Projekt in den Anden Perus gearbeitet, haben eine Vorliebe für Wanderungen, haben Austauschsemester in Chile gemacht und dabei beide je eine nette Chilenin kennengelernt, sondern wir haben auch am gleichen Tag Geburtstag. Und nachträglich wollten wir die Geburtstage mit unseren Freundinnen feiern, indem wir in den Nationalparks rund um Curacautin wandern wollten.


Am ersten Tag stand das Nationalreservat Malalcahuello auf dem Programm. Diesen hatte ich schon im Februar besucht, allerdings von einem anderen Eingang aus und damals lag auch auf den umliegenden Vulkanen kein Schnee. So hatten wir einen lustigen Aufstieg im Wald und konnten den ein oder anderen Blick auf den Vulkan Lonquimay und in der Ferne den perfekten Kegel des Vulkans Llaima werfen.


Weiter oben stießen wir auf die ersten Araukarien und auf erste Schneereste auf dem Weg. Als wir fast schon wieder umkehren wollten, da wir den Abstieg noch bei Tageslicht schaffen wollten, erreichten wir das letzte Plateau vor dem Ziel der Wanderung. 


Dies war komplett zugeschneit und wir stapften durch den wunderbaren Schnee, bis wir den Zielpunkt erreichten. Der Ausblick in alle Richtungen war spektakulär und wir genossen ihn bei einem Schokomuffin.


Dann war die Zeit für den Abstieg gekommen und wir flitzten bergab. So schafften wir es noch, den Sonnenuntergang vom letzten Aussichtspunkt aus zu genießen und kamen unten an der Straße an, als es gerade richtig dunkel wurde. Wir fuhren mit dem Bus zurück nach Curacautin, wo wir eine Hütte für die drei Tage gemietet hatten.


Am nächsten Tag fuhren wir mit einem Taxi (öffentliche Busse gibt es in der Nebensaison leider nicht) in den Nationalpark Conguillio. Wir wanderten wieder durch Araukarienwälder, und kamen auch an der berühmten Mutteraraukarie vorbei, die schon seit 1800 Jahren in der Gegend herumsteht, mehrere Vulkanausbrüche mit- und überlebt hat und knapp 50 Meter in den Himmel ragt. Mittags erreichten wir den Lago Conguillio und machten Picknick vor einer tollen Kulisse.


Gestärkt wollten wir noch mehr vom Park sehen und trampten auf der Ladefläche eines Pick-ups zur Laguna Arcoiris. 


Diese hat kristallklares Wasser und auf dem Grund der Lagune liegen viele tote Baumstämme. Zudem spiegelten sich die herbstlichen Wälder auf der Oberfläche der Lagune, ein kleiner Augenschmaus.


Wir trampten zurück zum Eingang des Parkes und machten noch eine kleine Wanderung. Von dem letzten Aussichtspunkt genossen wir den Sonnenuntergang, der mal wieder die Wolken in ein tiefes Rot tauchte und die Araukarien im Gegenlicht in ihrer charakteristischen Form zeigte. Dann war die Sonne weg und wir auch – zurück auf dem Weg nach Curacautin.


In der Nacht war es draußen sehr kalt gewesen und das ganze Dorf war bereift. Wir frühstückten noch und fuhren dann zurück nach Temuco, wo wir den letzten Tag des Urlaubs gemütlich ausklingen ließen.



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