Valparaíso

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Samstag, 3. November 2018

Patagonien Teil 1 – Puerto Aysen


María Paz und ich kamen wieder in den Genuss einer ganzen Woche Urlaub und verbrachten diese im Süden in Patagonien. Vom Flughafen Balmaceda fuhren wir nach Coyhaique, die größte Stadt in der Region. Dort verbrachten wir den Nachmittag hauptsächlich mit der Planung des weiteren Urlaubs und besuchten einen nahegelegenen Aussichtspunkt, von wo man sehen konnte, wie sich ein schlammiger und ein klarer Fluss vereinen. Das Resultat war wenig überraschend ein großer schlammiger Fluss.


Trotz der ganzen Planung mussten wir unsere Pläne aber doch kurzfristig ändern, da es weiter südlich eine Überschwemmung gegeben hatte, und unsere geplante Gletschertour somit sprichwörtlich ins Wasser fiel. Stattdessen fuhren wir am Folgetag spontan nach Puerto Aysen, einem kleinen malerischen Ort in der Nähe von Coyhaique.


Das erste Highlight war das Wetter. Uns wurde gesagt, dass Aysen einer der regenreichsten Orte ganz Chiles sei und es „300 Tage pro Jahr“ regne. Als wir ankamen empfing uns ein strahlender Sonnenschein und es machte richtig Lust, Puerto Aysen zu erkunden. Das erste Wahrzeichen, das einem ins Auge fällt, ist die große orangefarbene Brücke, die über den Fluss führt. Passend hatte ich mich in den gleichen Farben der Brücke gekleidet, bei meiner Reisevorbereitung wird aber auch nichts dem Zufall überlassen.

Besser angepasst an die Farben der Brücke war Maria Paz, die links neben mir steht. Sie verschmilzt beinahe mit den Hintergrundfarben.
Unsere Mägen begannen zu knurren und wir fanden ein herausragendes Restaurant mit einem schönen Innenhof, in dem es nur einen einzigen Tisch gab (scheinbar ist draußen essen in Puerto Aysen normalerweise nicht so angesagt). Uns umschnurrten zwei süße Katzen und so verging die Wartezeit auf das Essen wie im Flug.



Und das Essen war allerbest: Lachs aus dem naheliegenden Fjord und für María Paz ein Risotto mit leckeren Pilzen, dazu Rhabarbersaft und Limonade. Satt und zufrieden setzten wir unseren Weg durch die Straßen fort.


Wir hatten immer wieder tolle Aussichten auf die umliegenden schneebedeckten Berge, sowie eine Draufsicht auf die Brücke aus der Ferne. Zeitweise begleiteten uns Hunde, die erfreut über uns Touristen waren, ansonsten waren nämlich nicht sonderlich viele Menschen unterwegs.


Neben der Brücke fällt ein weiteres großes Bauwerk in Puerto Aysen ins Auge – das hochmoderne Polydeportivo aus dem am Nachmittag laute Musik kam. Wir ließen uns anlocken und sahen ein Basketballspiel zwischen den U15 Nationalmannschaften Brasilien gegen Paraguay. Da die Brasilianerinnen fast alle einen Kopf größer waren als die Mädels aus Paraguay drückten wir den Underdogs die Daumen, aber Brasilien setzte sich letztenendes doch klar durch. Das Spiel war Teil eines internationalen Turniers, das die ganze Woche über in Puerto Aysen stattfand.


Am Abend fuhren wir zurück nach Coyhaique und gingen früh schlafen, um dann am nächsten Tag die fünfstündige Busfahrt nach Puerto Rio Tranquilo auf uns zu nehmen. Die Aussichten schwankten zwischen weltüberragend und gigantisch und es prickelte in den Füßen diese schönen Landschaften mit mehr Zeit zu durchwandern.


Über die Abenteuer in Puerto Rio Tranquilo berichte ich im nächsten Artikel.

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