Der Lago General
Carrera ist der größten See Chiles und erstrahlte tiefblau unter dem
Sonnenlicht, als wir Puerto Rio Tranquilo, ein kleines Dorf am Ufer erreichten.
Rio Tranquilo ist ein hervorragender Ausgangspunkt für zwei Touren: die
Ausflüge zu den naheliegenden Gletschern des Campo de Hielo Norte (nördliches
Eisfeld) und der Marmorkapellen, die von den Gletschern geformt wurden.
Wie schon im
vorherigen Artikel geschrieben, konnten wir die Wanderung auf dem Gletscher
leider nicht unternehmen, da die Straße nach einer Überschwemmung gesperrt war,
so blieben uns nur die Marmorkapellen, zu denen wir für den Folgetag eine Kajaktour
buchten. Für den Rest des Tages spazierten wir durch Rio Tranquilo und
erkundeten die nähere Umgebung. Wir fanden einen schönen Aussichtspunkt und
genossen den Sonnenschein und die Aussicht.
Am Abend sahen
wir zu, wie die Sonne hinter den Bergen verschwand und den See für einen Moment
rötlich anfärbte. Es wurde schnell frisch und so machten wir uns ein
gemütliches Feuer in der Hütte, die wir für eine Nacht gemietet hatten. Wir
waren guter Dinge, denn der Wetterbericht für den nächsten Tag zeigte das
freundliche Sonnensymbol.
Und so war es
auch: Bei bestem Sonnenschein begannen wir die Kajakfahrt zu den
Marmorkapellen, die unweit von Rio Tranquilo fast am Ufer des Sees liegen.
Insgesamt sind es drei Felsformationen, der Tunnel, die Kapelle und die
Kathedrale, die man allesamt aus nächster Nähe bewundern konnte. Da das so
ziemlich die Hauptattraktion der Region ist, waren auch viele größere Boote
unterwegs.
Mit der Zeit
verschwanden sie aber und wir konnten mit unseren Kajaks in Ruhe durch den
Tunnel fahren, und Fotos aus allen Perspektiven schießen. Die Guides erzählten
ein bisschen über die Entstehung dieser bizarren Felsformationen aus Marmor und
halfen uns mit den Fotos.
Dann war es Zeit
zurückzupaddeln und die Kajaks zurückzugeben. Auf der Tour hatten wir ein
spanisches Pärchen kennengelernt, die mit dem Auto in die gleiche Richtung wie
wir unterwegs waren und uns nach einem gemeinsamen Mittagessen (wieder Lachs)
netterweise mitnahmen. Nach drei Stunden Fahrt ließen sie uns in Villa Cerro
Castillo aussteigen und fuhren weiter.
Die spektakulären
Fotos aus Villa Cerro Castillo könnt ihr bald im nächsten Blogartikel
bewundern.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen