Valparaíso

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Sonntag, 3. März 2019

Business Trip in die USA


Ende letzten Jahres fragte mich Tim aus meinem Team in den USA, ob ich für Februar schon etwas vorhätte und da ich verneinte, fand ich mich letzte Woche unversehens in einem Flieger zu meinem ersten Business Trip wieder. Ziel war die Kleinstadt Winston-Salem in North Carolina, in der Tim und Ron aus meinem Team arbeiten. Außerdem kam Millie, die neu im Team ist aus Kansas City angeflogen und zu viert starteten wir in diese Woche. Das Wetter war in Ordnung, Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt und nur an zwei Tagen regnete es ein bisschen.


Ein Ziel dieses Ausfluges war es mein eigenes Team besser kennenzulernen. Dazu hatten wir eine Videokonferenz mit unserem Chef und den anderen Team-Mitgliedern an anderen Orten. Es war lustig für mich, die Kollegen in Chile im feinen Zwirn im Videokonferenzraum zu sehen und ihnen von der anderen Erdhalbkugel aus zuzuwinken.


Das Kennenlernen von Millie, Tim und Ron war um einiges leichter, da wir jedes Mittag- und fast jedes Abendessen miteinander verbrachten und so natürlich eifrig Raum zum Unterhalten hatten. Frühstück gab es auch einmal im Büro, als Ron zwei Boxen von Krispy Kreme Doughnuts mitbrachte, deren allererste Filiale überhaupt in der Geschichte hier in Winston-Salem ansässig ist. Ansonsten ist die Stadt höchstens durch ihre Vergangenheit in der Zigarettenindustrie bekannt, und dass hier ein Gebäude steht, das der Architekt des Empire State Buildings als Proof of Concept baute, um zu zeigen, dass die Konstruktion möglich ist.


Mehr gab es dann aber auch nicht, und so fuhren Millie und ich am Dienstagabend nach Charlotte, wo wir den Rest der Woche verbringen sollten. Auf dem Weg hielten wir zwei Mal, einmal um eine große Tüte voller Süßigkeiten zu kaufen und ein zweites Mal in einem gigantischen Outdoor-Laden, der wie eine Miniatur-Outdoor-Welt mit Aquarium und ausgestopften Tieren in seinem Inneren hatte (es war spektakulärer, als es klingt). Außerdem sah ich zum ersten Mal, dass Angeln hier ein großes Ding ist; man konnte unter hunderten von Angeln und noch viel mehr Angelgriffen auswählen.


In Charlotte trafen wir uns in den nächsten Tagen mit Business Partnern, um über die Projekte dieses Jahres zu reden und wie wir ihnen mit Datenanalyse helfen können. Außerdem lernten wir ein paar andere Teams kennen, die uns ihre Arbeit vorstellten. Abends gingen wir wieder fein speisen und lernten leckere Restaurants in Charlotte kennen. So verging die Zeit wie im Fluge und schon war der Freitagnachmittag da. 


Ich nutzte die Zeit und fuhr zu einem Second-Hand-Buchladen, der absolut beeindruckend war. Man konnte sich kaum sattsehen an den zahlreichen Regalen, die bis oben hin gefüllt mit Büchern waren. So brauchte ich fast zwei Stunden, bis ich sieben handausgewählte Exemplare höchster Güte zur Kasse trug und glücklich den Laden verließ.


Am Samstagvormittag kaufte ich dann nochmal ordentlich Süßigkeiten ein, um das Restvolumen im Koffer zu füllen. Und dann ging schon der Flug zurück nach Chile. Bei meiner Ankunft und Präsentation aller Süßigkeiten merkte ich, dass ich wohl etwas über die Stränge geschlagen hatte mit der Menge an verschiedenen Sorten. So ist nun also Zurückhaltung und rationalisiertes Genießen gefragt, nicht gerade meine Stärken im Kontext von Süßigkeitenkonsum, aber ich werde mein Bestes geben.



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