Valparaíso

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Montag, 25. März 2019

Urlaub Teil 1 - Hornopirén


Ich hatte die Eltern gut in den Bus Richtung Süden verfrachtet, wo sie von Nora und Corinna in Empfang genommen wurden und eine Woche mit ihnen im Valle Cochamó verbrachten. Dann war das nächste Wochenende gekommen und María Paz und ich hüpften ein einen Nachtbus, der uns bis Puerto Montt, 15 Stunden südlich von Valparaíso brachte. Als wir am Terminal ankamen, warteten die ganzen restlichen Voggs schon auf uns und es gab ein großes Wiedersehen.


Sie hatten natürlich viel zu erzählen und wir packten unsere Rucksäcke um, kauften Essen, aßen es auf und verabschiedeten dann Coresch (alias Coi, alias Costra), die Richtung Norden weiterfuhr. Mit den Eltern und Noresh liefen wir dann am Ufer entlang, es war ein wunderschöner Spätsommertag und wir setzten Nora in ein Boot und rannten dann schnell weg. Natürlich sagten wir vorher Tschüss, denn sie würde am Abend den Nachtbus nach Valparaíso nehmen und wir hatten auch eine Busfahrt vor uns.


Diese dauerte zum Glück aber nur dreieinhalb Stunden (von denen noch dazu eine halbe Stunde Fährfahrt dazwischen lag – wir versuchten Delfine zu erspähen, waren aber nicht zu erfolgreich) und wir erreichten am frühen Abend die Stadt Hornopirén.  Das Wetter war immer noch überragend, der Wetterbericht für die nächsten Tage allerdings eher nicht.


So diskutierten wir ein bisschen, ob wir diese Nacht zelten sollten, beschlossen uns aber nach einigem hin und her dagegen und mieteten eine Cabaña (eine kleine Hütte für uns vier). María Paz war überglücklich, denn kaum hatten wir unsere Sachen drinnen abgelegt, schnüffelten schon drei neugierige Katzen an unserer Tür. Nach einer ausgiebigen Streicheleinheit zogen wir los, um Hornopirén ein bisschen zu erkunden und Essen für ein Abendmahl käuflich zu erwerben.


Hornopirén liegt direkt an einer Art Fjord und die Wolken, die sich im Wasser spiegelten, waren das erste kleine Spektakel für die Augen. Das zweite Spektakel waren dann Mama und Papa, die die öffentlichen Sportgeräte am Ufer benutzten. Diese sind in fast jeder Stadt im Süden Chiles zu finden, um die Menschen zum Sport zu animieren. Lustigerweise sieht man aber wenn überhaupt dann Touristen auf ihnen, die Spaßfotos beim Pumpen am Strand machen.


Am nächsten Tag erfüllte sich der Wetterbericht so ziemlich auf die Minute genau, und es fing schon am Morgen an zu regnen. Wir stiegen in den nächsten Bus, der auf die nächste Fähre rollte. Diese Fährfahrt dauerte insgesamt drei Stunden und war ziemlich spektakulär. Wir fuhren die ganze Zeit entlang eines Fjords, das links und rechts von undurchdringlichen Wäldern und Bergen, die in den Regenwolken schemenhaft aufragten umsäumt war.


Mama und Papa, die alten Piraten waren so ziemlich die einzigen Passagiere, die dem Regenwetter trotzten und fast die gesamte Fahrt auf dem Oberdeck Wind und Regen genossen. Wir lasen unten in der Kabine gemütlich und schauten aus dem Fenster. Für ein Foto war natürlich auch Zeit, aber dann bevorzugten wir doch den geheizten Innenraum und eine gute Lektüre, während wir nach Süden schaukelten.


Und als gute Schönwettertouristen steckten wir unsere neugierigen Nasen vorsichtig aus der Tür, als plötzlich die Sonne durch die Wolkendecke stieß und die Aussicht noch besser werden ließ. So verging die Fahrt wie im Fluge, wir fuhren kurz mit dem Bus, dann nochmal kurz mit einer anderen Fähre und dann nochmal mit einem Bus, und erreichten am späten Nachmittag die Stadt Chaitén. Und von Vulkanen, deren Ausbrüchen und was wir sonst in Chaitén erlebten, erzähle ich im nächsten Blogeintrag.



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