Valparaíso

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Sonntag, 21. April 2019

Ascensores in Valparaíso


Valparaíso liegt zwar am Meer, ist jedoch insgesamt sehr hügelig. Die Häuser verteilen sich auf insgesamt 42 Hügel – von denen ich selbst nicht mal die Hälfte kenne. Ein praktisches Fortbewegungsmittel sind daher die Aufzüge (Ascensores) von Valparaíso. Die meisten von ihnen sind keine Aufzüge, die senkrecht nach oben fahren, sondern fahren entlang des Hügels auf Schienen nach oben.



Die Ascensores sind ein typisches Wahrzeichen der Stadt, Motiv auf den allermeisten Postkarten und ein Muss für jeden Touristen, der die Stadt besucht. Die Fahrt ist nicht teuer, umgerechnet kosten die meisten Aufzüge weniger als 20 Cent, sodass sie für die tägliche Benutzung dienen.


Meine Eltern und Schwestern waren – wir berichteten – in den letzten Wochen und Monaten vermehrt in Chile gesichtet worden und verbrachten alle – brav nacheinander – ihre letzten Tage in Valparaíso, sodass wir nochmal die Gelegenheit hatten durch die Stadt zu ziehen. Diesmal lag der Fokus auf den Ascensores, und wir wollten so viele wie möglich benutzen und dabei auch einen Eindruck der jeweiligen Hügel bekommen.





Insgesamt sind nur etwa 10 der Aufzüge in Valparaíso funktionstüchtig und in den beiden Wochenenden mit der Familie fuhren wir mit fast allen einmal. Unter anderem lernten wir den berühmten Ascensor Polanco kennen, den einzigen Aufzug, der tatsächlich senkrecht fährt. Dafür muss man einige hundert Meter durch einen Tunnel laufen, und findet sich dann im Erdinneren vor einer klassischen Aufzugtür wieder, wie man sie in einem Hochhaus finden würde. Dieser fährt dann nach oben bis zu einer Aussichtsplattform.


Neben dem Aufzug war auch der Cerro Polanco eine positive Überraschung, es gab sehr viele künstlerische Elemente, große Graffitis, Klaviere auf Treppen, Farben und Tiere. Leider ist es nicht allzu sicher, sich frei auf diesem Hügel herumzubewegen, sodass es wohl noch etwas dauern wird, bis der Tourismus diesen Hügel erreicht. Aber so hatten wir die Höhepunkte wenigstens für uns alleine.


Für die Zukunft habe ich auch schon eine coole Idee: An einem Tag versuchen, alle Aufzüge der Stadt zu fahren und so Valparaíso im Schnelldurchlauf zu erleben. Mal schauen, wann das in die Realität umgesetzt werden kann.


Jetzt kommt auch schon der Herbst in großen Schritten ins Land und die Temperaturen sind schon merklich gefallen. Nach der Uhrumstellung geht jetzt immer schon die Sonne unter, wenn María Paz und ich von der Arbeit nach Hause fahren. Aber dafür werden die Zitronen wieder billiger und von Pie de Limon, über Limonade mit Minze, Ingwer, Basilikum oder Maracuja bis hin zu heißer Zitrone mit Honig können wir uns die ganze Palette an Leckereien gönnen.

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