Valparaíso

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Donnerstag, 4. April 2019

Urlaub Teil 3 – Maullín


Diesen Artikel beginne ich mit einer Anekdote. Vor vielen, vielen Monaten, ja, fast schon Jahren, waren María Paz und ich auf einem Kunsthandwerkermarkt in der Uni. An einem Stand blieben wir etwas länger stehen und stellten einige Fragen, denn an diesem Stand stand (wow!) die Municipalidad (Stadtverwaltung) eines kleinen Dorfes namens Maullín, anscheinend einem El Dorado der Vogelbeobachtung. Zum Abschied bekamen wir noch einen Magneten für unseren Kühlschrank geschenkt und da dieser eigentlich nur mit Magneten von Orten geschmückt ist, die wir selbst bereist haben oder die uns von Freunden mitgebracht wurde, hatten wir zwei Optionen. Den Magneten wegzuschmeißen kam allerdings nicht infrage und so fanden wir uns am Ende des Urlaubs in einem Bus von Puerto Montt nach Maullín wieder.


Die Eltern waren in der vorigen Woche schon mit Nora und Corinna hier gewesen, und kannten die besten Spots. Sie nahmen uns mit zum kleinen Straßenmarkt, auf dem wir sechs zentnerschwere Apfelempanadas kauften, die unser Reisegepäck gut und gerne verdoppelten. Außerdem gönnten wir uns einen Liter frisch gepressten Apfelsaft und liefen dann zur Cabaña, in der wir für die Nacht untergebracht sein sollten.


Für den Nachmittag buchten wir eine Tour mit Francisco (auch der Kontakt kam über die Eltern zustande), der uns mit auf eine kurze Fährfahrt nahm. Auf dem Weg sahen wir Flussdelfine und schon ein paar Vogelkolonien. Die Fähre ließ uns bei einem etwas entfernten Strand aussteigen und wir wanderten zu zwei bekannten Vogelbeobachtungspunkten. 


Da ließen wir uns auch die Empanadas schmecken (um ehrlich zu sein, hatten wir noch viel mehr Essen gekauft, da alle Sachen auf dem Markt so lecker aussahen und so billig waren. Reihum probierten wir uns durch die Spezialitäten). Um zur Fähre zu kommen, mussten wir dann durch einen Bach waten und dann ging es zurück nach Maullín.


Dort wartete Corinna auf uns, die die letzten Tage auf Chiloe verbracht hatte. Und so buchten wir für den nächsten und letzten Tag noch einmal eine coole Tour mit Francisco, diesmal ging es zu einer Halbinsel ganz in der Nähe von Maullín. Die Überfahrt erfolgte auf einem kleinen Fischerboot und dann liefen wir auf der Halbinsel nach oben.


Dort nahm uns Francisco mit zu den besten Aussichtspunkten der Insel, wir konnten viele – für Vogelkenner – coole Arten beobachten und – für Nicht-so-gute-Vogelkenner -  die herrliche Landschaft genießen. Die Eltern hatten natürlich ganz viele Fragen zu den Pflanzen der Halbinsel und Francisco versuchte, so gut wie möglich zu antworten, während María Paz, Corinna und ich als Übersetzer fungierten.


Dann war die Zeit in Maullín auch schon vorbei, wir fuhren mit dem Bus zurück nach Puerto Montt und aßen dort gemeinsam zu Abend. Die Eltern wollten am nächsten Tag in Richtung Pucón weiterfahren (erstes Abenteuer komplett ohne Übersetzer) und wir drei nahmen am Abend den Nachtbus in Richtung Valparaíso.



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