Valparaíso

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Samstag, 29. September 2018

San Pedro de Atacama - Teil 3 - Vulkane und Tiere


Wenn man Glück hat, kann man auf den Touren rund um San Pedro einige coole Tiere sehen. An den meisten Tagen hatten wir kein Glück, doch am vierten Tag kam plötzlich alles zusammen. Deshalb wird dieser Blogeintrag zahlreiche Tierbilder enthalten, obwohl das eigentliche Spektakel ein anderes war.


Wir hatten nämlich das Glück, dass eine ehemalige Studienkollegin von María Paz auch gerade in San Pedro war und ihr Freund hier schon seit drei Jahren als Guide arbeitet. In einem langen und gemütlichen Gespräch beschlossen wir, einen der Vulkane, die rund um San Pedro rumstehen zu besteigen.


So trafen wir uns am Morgen und fuhren gemeinsam Richtung des Vulkans. Auf dem Weg sahen wir eine Lamafamilie, inklusive Lamababy und ein Vizcacha, das mümmelnd in der Sonne saß. Vizcachas sind eine Mischung aus Maus und Hase, die in der Wüste leben. Mit dem Auto kamen wir bis auf 5000 Meter Höhe und begannen unsere Wanderung.


Obwohl der Tag sehr warm und sonnig war, herrschten auf dieser Höhe Temperaturen um den Nullpunkt und an einigen Stellen starke Winde. Rodrigo, der Guide, führte uns langsamen aber stetigen Schrittes Richtung Gipfel. Obwohl wir uns in einer Geschwindigkeit von 87 Jährigen im Supermarkt bewegten, schnauften wir wie Marathonläufer und unsere Herzen rasten.


Nach einigen Stunden erreichten wir den Gipfel des Vulkans Toco auf 5600 Metern Höhe. Von hier aus hatten wir eine herausragende Aussicht auf den naheliegenden Licancabur (5900 Meter), Lagunen und die Wüste. Rodrigo hatte sogar eine Deutschlandfahne für mich mitgenommen, um ein Gipfelfoto zu schießen.


Der Abstieg gelang dann deutlich schneller und wir kamen wieder beim Auto an. Auch auf dem Rückweg meinte es die Fauna San Pedros gut mit uns und wir sahen eine Gruppe von Vicuñas, von denen alle schnell hinter dem nächsten Hügel verschwanden, außer eines, das professionell für die Kamera posierte.


Ebenso gekonnt posierten eine paar Lamas vor dem Licancabur im Hintergrund. Obwohl wir uns in den drei vorherigen Tagen so gut wie möglich auf die Anstrengung in der Höhe vorbereitet hatten, sowohl was Hydratisierung als auch Akklimatisierung angeht, mussten wir am Nachmittag dennoch dem Ausflug Tribut zollen und saßen wir wie Zombies im Hostal, sprachen nicht, tranken Wasser und warteten darauf, dass das Kopfweh und die ständigen Temperaturwechsel im Körper nachließen.


Am nächsten Morgen ging es uns schon wieder blendend, wir hatten viel Wasser getrunken und nahmen an einer kostenlosen Stadtführung teil. Hier lernten wir einiges über die Geschichte von San Pedros, bevor es zur Touristenhochburg wurde. Ich fand einen haarigen Freund, der mich auf der Stadtführung begleitete.


Nach den Anstrengungen am Vortag ließen wir es heute aber deutlich gemütlicher angehen, saßen im Hostal, aßen dort zu Mittag und beschlossen dann, eine letzte kleine Tour zu unternehmen. Diesmal allerdings zu Fuß und ohne Guide von San Pedro aus.


Wir liefen etwa 45 Minuten zum Pukará de Quitor, einem Fort auf dem Berg, beziehungsweise die Ruinen, die davon noch übrig geblieben sind. Außer den Ruinen gab es noch eine Salzhöhle und in den Stein gehauene Gesichter.


Und am Ende eines knapp einstündigen Marsches bergauf hatten wir eine herausragende Aussicht in alle Richtungen. Das veranlasste mich zu Freudensprüngen, und auch wenn dies schon das Ende unseres Urlaubs bedeutete, so war es doch eine tolle Zeit in San Pedro gewesen. Obwohl viele Touristen die Woche der Nationalfeiertage in San Pedro verbracht hatten, so hatten wir es mit unserer Auswahl der Touren größtenteils geschafft, den großen Touristenmassen aus dem Weg zu gehen.



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