Wir unternahmen
Touren durch die Wüste und den Salar de Atacama. Zunächst liehen wir uns
Fahrräder aus und fuhren ins nahgelegene Valle de la Luna (Mondtal). Findige
Füchse werden sich erinnern: Hier war ich schon einmal, und zwar auch mit dem
Fahrrad. Wer gerne in der Vergangenheit forscht, findet mit einem Klick auf diesen Link den entsprechenden Artikel.
Insbesondere
jetzt in der Woche des Nationalfeiertags, aber auch generell, wird das Valle de
la Luna in den Nachmittagen von Touristenmassen überflutet. Deshalb schwangen
wir uns früh auf die Drahtesel und rasten in das malerische Tal. An mehreren
Stellen auf dem Weg kann man die Fahrräder anschließen und kleine Touren zu Fuß
unternehmen, beispielsweise durch eine Höhle, die von Salzadern durchwachsen
ist.
Auch von der Duna
Mayor hat man einen tollen Ausblick über die mondähnliche Landschaft und ein
Stückchen weiter kommt man zu einer ehemaligen Salzmine. Aufgrund der
fortgeschrittenen Zeit fuhren wir nicht mehr zum letzten Highlight des Tals
„Die drei Marias“, aber das war kein Problem, denn für solche Fälle habe ich ja
immer meine eigene María (Paz) dabei.
Am Nachmittag
ruhten wir uns von den Strapazen der Fahrradtour aus und bereiteten uns auf den
nächsten Tag vor, den wir mit einer offiziellen Tour rund um das malerische
Dorf Talabre verbringen würden. Das Schöne an dieser Tour, die wir mit
Capricornio Adventures buchten, war, dass sie nicht den üblichen
Touristenpfaden folgte. Stattdessen führte sie uns auf die Hochebene bis zum
Fuße des Vulkans Lascar. Dort durften wir eine Weile im Schnee spielen.
Vor dem
Mittagessen besuchten wir noch Talabre Viejo („Altes Talabre“), ein Dorf aus
Ruinen am Fuße des Vulkans. Bis in die 80er Jahre haben die Einwohner von
Talabre hier gewohnt und gedacht, der Lascar würde sie beschützen. Letztlich
war der Vulkan allerdings verantwortlich
für die Räumung des Dorfes, da nach starken Regenfällen die Gefahr einer
Schlammlawine durch das Tal zu groß war. Seitdem wohnen die Einwohner im wenige
Kilometer entfernten Talabre und die Ruinen sind eine Erinnerung an die
Geschichte des Dorfes.
Man findet dort
nicht nur die Ruinen der Häuser, in denen sie gelebt hatten, sondern auch
Steinöfen, eine Kirche und die Terrassen, auf denen Landwirtschaft betrieben
wurde. Außerdem lief eine Gruppe von Ziegen herum, auf der Suche nach etwas zu
essen.
A propos Essen,
das stand bei uns als nächstes auf dem Programm. Nach einem üppigen Teller
Fleisch, Kartoffeln und Salat fuhren wir weiter, und wieder nur wenige
Kilometer hinter Talabre besuchten wir die Steinzeichnungen von Kezala. Diese sind
über 5000 Jahre alt und teilweise von der Erosion, verursacht durch die hohen
Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, aber auch kleinere Stein- und
Stammlawinen betroffen, an vielen Stellen aber immer noch gut erkennbar.
In der Hauptsache
zeichneten die Menschen damals Lamas, aber auch andere Tiere wie Füchse, Pumas
oder straußähnliche Vögel, die zum Schutz der Lamas eingesetzt wurden. Unser
Guide wies uns immer wieder auf kleine Details und Interpretationen der
Zeichnungen hin. Als wir wieder bei
So suchten wir
uns einen schönen Platz, um die Rotfärbung der Wolken zu beobachten, Fotos zu
machen und zu genießen. Dazu gab es ein paar Häppchen, sodass wir den ganzen
Tag über bestens versorgt waren. Mit dem Einbruch der Dunkelheit fuhren wir
zurück nach San Pedro und ruhten uns aus.


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