Valparaíso

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Sonntag, 23. September 2018

San Pedro de Atacama - Teil 2 - Touren durch die Wüste


Wir unternahmen Touren durch die Wüste und den Salar de Atacama. Zunächst liehen wir uns Fahrräder aus und fuhren ins nahgelegene Valle de la Luna (Mondtal). Findige Füchse werden sich erinnern: Hier war ich schon einmal, und zwar auch mit dem Fahrrad. Wer gerne in der Vergangenheit forscht, findet mit einem Klick auf diesen Link den entsprechenden Artikel.


Insbesondere jetzt in der Woche des Nationalfeiertags, aber auch generell, wird das Valle de la Luna in den Nachmittagen von Touristenmassen überflutet. Deshalb schwangen wir uns früh auf die Drahtesel und rasten in das malerische Tal. An mehreren Stellen auf dem Weg kann man die Fahrräder anschließen und kleine Touren zu Fuß unternehmen, beispielsweise durch eine Höhle, die von Salzadern durchwachsen ist.


Auch von der Duna Mayor hat man einen tollen Ausblick über die mondähnliche Landschaft und ein Stückchen weiter kommt man zu einer ehemaligen Salzmine. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit fuhren wir nicht mehr zum letzten Highlight des Tals „Die drei Marias“, aber das war kein Problem, denn für solche Fälle habe ich ja immer meine eigene María (Paz) dabei.


Am Nachmittag ruhten wir uns von den Strapazen der Fahrradtour aus und bereiteten uns auf den nächsten Tag vor, den wir mit einer offiziellen Tour rund um das malerische Dorf Talabre verbringen würden. Das Schöne an dieser Tour, die wir mit Capricornio Adventures buchten, war, dass sie nicht den üblichen Touristenpfaden folgte. Stattdessen führte sie uns auf die Hochebene bis zum Fuße des Vulkans Lascar. Dort durften wir eine Weile im Schnee spielen.


Vor dem Mittagessen besuchten wir noch Talabre Viejo („Altes Talabre“), ein Dorf aus Ruinen am Fuße des Vulkans. Bis in die 80er Jahre haben die Einwohner von Talabre hier gewohnt und gedacht, der Lascar würde sie beschützen. Letztlich war der Vulkan  allerdings verantwortlich für die Räumung des Dorfes, da nach starken Regenfällen die Gefahr einer Schlammlawine durch das Tal zu groß war. Seitdem wohnen die Einwohner im wenige Kilometer entfernten Talabre und die Ruinen sind eine Erinnerung an die Geschichte des Dorfes.


Man findet dort nicht nur die Ruinen der Häuser, in denen sie gelebt hatten, sondern auch Steinöfen, eine Kirche und die Terrassen, auf denen Landwirtschaft betrieben wurde. Außerdem lief eine Gruppe von Ziegen herum, auf der Suche nach etwas zu essen.


A propos Essen, das stand bei uns als nächstes auf dem Programm. Nach einem üppigen Teller Fleisch, Kartoffeln und Salat fuhren wir weiter, und wieder nur wenige Kilometer hinter Talabre besuchten wir die Steinzeichnungen von Kezala. Diese sind über 5000 Jahre alt und teilweise von der Erosion, verursacht durch die hohen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, aber auch kleinere Stein- und Stammlawinen betroffen, an vielen Stellen aber immer noch gut erkennbar.


In der Hauptsache zeichneten die Menschen damals Lamas, aber auch andere Tiere wie Füchse, Pumas oder straußähnliche Vögel, die zum Schutz der Lamas eingesetzt wurden. Unser Guide wies uns immer wieder auf kleine Details und Interpretationen der Zeichnungen hin. Als wir wieder bei
m Auto ankamen, war die Sonne schon unterwegs Richtung Untergang.


So suchten wir uns einen schönen Platz, um die Rotfärbung der Wolken zu beobachten, Fotos zu machen und zu genießen. Dazu gab es ein paar Häppchen, sodass wir den ganzen Tag über bestens versorgt waren. Mit dem Einbruch der Dunkelheit fuhren wir zurück nach San Pedro und ruhten uns aus.



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