Valparaíso

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Montag, 12. Januar 2015

San Pedro de Atacama


Ich war also gut in Chile angekommen und ging in San Pedro de Atacama erst einmal mit vollem Gepäck zur Bank, und hob Geld ab. Als ich wieder auf die Straße treten wollte, stand einfach ein Lama in der Tür und eine Horde von Touristen davor. Bei näherem Hinsehen stellten sich die Touristen jedoch als Noah, Michael und Sophie heraus, drei andere deutsche Austauschstudenten aus Valparaíso. Das war natürlich ein Ding! Ich suchte mir ein Hostel und ging dann mit ihnen was zu Mittag essen. Sophies Cousine Regina und deren Freund Quirin waren auch am Start. Mit Sophie und den beiden liehen wir am Abend vier Fahrräder und fuhren dann eine Stunde bergauf zum Piedra del Coyote, um den Sonnenuntergang zu beobachten. 
Anscheinend hatte es sich jedoch rumgesprochen, dass die Sonne untergehen würde, denn Busladung um Busladung kamen die Leute an. Wir hatten uns natürlich die besten Plätze gesaved und so war es auch echt schön.
Michael und Noah waren indes beim Sandboarden gewesen, wir trafen sie beim Fahrradverleih wieder. Wir hatten dann noch ein Event empfohlen gekriegt, das am Abend stattfand. Leider wussten wir nicht worum es ging. Es war einfach ein großes gruseliges Metallpferd, das zu gruseliger Musik durch die Straßen gezogen wurde. Wir erfuhren nie den Sinn des Spektakels, weil es auf Dauer einfach ein bisschen zu langweilig war und wir irgendwann gingen. 
Die anderen machten sich am nächsten Morgen ganz früh auf Richtung Uyuni. Ich stand auch recht früh auf und lieh mir wie gestern ein Fahrrad. Heute fuhr ich damit alleine ins Valle de la Luna, ein Naturschutzgebiet in der Wüste. Da radelte ich gemütlich durch und schaute mir bei allen Haltepunkten an, was es dort zu sehen gab. 
Unter anderem gab es eine Höhle aus Salz, wo wir mir aus der Wand einen kleinen Salzkristall schlug. Und dann natürlich riesige Dünen und einfach Mondlandschaft. War schon ziemlich cool. 

Nach insgesamt fünf Stunden gab ich mein Fahrrad wieder ab, war ziemlich platt und hatte insgesamt über drei Liter getrunken. Ich setzte mich in einen Hof mit Internet und entspannte bis zum Abend. Da ging dann mein Nachtbus Richtung La Serena. 
Hierbei vielleicht auch schon mal eine kleine Anekdote: An der ersten Haltestelle des Busses sind viele Leute ausgestiegen, u.a. die Person, die neben mir saß. Ein paar neue sind eingestiegen, u.a. ein mega dicker Mann. Er hatte nicht so den Plan, was genau sein Platz war und fragte den Typen auf der anderen Seite des Flurs, der ihm half. Als ich merkte, dass er wohl nicht mein Sitznachbar werden würde, schaute ich wohl so erleichtert, dass der andere Typ sind nochmal umdrehte, und im Scherz die Nummer des Sitzes neben mir nach hinten rief. Zum Glück hat der mega dicke Mann das aber nicht mehr gehört. Ich musste leise schmunzeln und habe nun die ganze Nacht den Platz neben mir frei.

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