Dann gab es eine
beeindruckende Präsentation von Yascha Mounk, einem Deutschen, der als
Professor in Washington Regierungen analysiert. In einfachen Worten und mit
vielen Beispielen erklärte er das Konzept des Populismus, wo wir Populismus
beobachten können und warum er so gefährlich ist. Weiterhin zeigte er, dass auch
stabile Demokratien heutzutage schnell in die Gefahr laufen können, von
Populisten überlistet zu werden und was die Ursachen für diese Entwicklung sind
(wirtschaftliche Stagnation, kultureller Wandel und soziale Medien – in der
Kurzform). Abschließend gab er als Außenstehender vorsichtig ein paar Tipps für
die chilenische Bevölkerung, vor allem, dass man sich vor Politikern in Acht
nehmen solle, die vermeintlich einfache Lösungen für die Krise vorschlagen.
Im nächsten Thema
„Wertschätzen“ fiel häufig das Wort
Kreislaufwirtschaft (circular economy) und regenerative Entwicklung. Eine
Wasseringenieurin aus Israel zeigte, welche Maßnahmen ihr Land gegen
Wasserknappheit getroffen hatte. Peter Ostojic stelle ein Projekt vor, welches
in Chile alte Wasserkanäle recycelt und verbessert.
Die
Nobelpreisgewinnerin Frances Arnold redete über DNA und ihre Versuche, DNA von
Grund auf zu komponieren. Sie stellte innovative Lösungen vor, z.B. wie man
gegen Schädlinge vorgehen könne, die immer mehr Resistenz gegen Pestizide
entwickeln. Die Idee war, den Lockstoff den die männlichen Insekten
produzieren, zu komponieren und über das ganze Feld zu verteilen, sodass die
weiblichen Insekten komplett desorientiert viel weniger Chancen haben, sich zu
reproduzieren.
Weitere Themen,
die an diesem Tag behandelt wurden waren „Herausfordern“, wo es um Politik
ging, „Bewohnen“, wo über die Städte der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gesprochen
wurde, „Bewusstmachen“, wo es um Daten und Neurowissenschaften ging, sowie „Beitragen“,
wo mehrere Experten diskutierten, wie man die Wissenschaften und die
Bevölkerung enger verbinden kann.

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