Bevor der
eigentliche Blogeintrag losgeht, gibt es eine gute Neuigkeit: Ich wurde auf der
Jobsuche fündig und werde am 5. März meinen ersten Arbeitstag in Viña del Mar
haben. Da bis dahin noch etwas Zeit ist, werde ich heute Abend in den Süden
fahren und in einem (oder beiden) der Nationalparks Conguillío und
Malalcahuello-Nalcas wandern gehen. Auf dem Rückweg gibt es auch den ein oder
anderen Nationalpark, den ich gerne ansehen will, also werde ich etwa zwei
Wochen unterwegs sein und dann ausführlich berichten.
Nun kommen wir zu
diesem Wochenende. Am Samstag gingen María Paz und ich mit ihrem Vater runter
ans Meer und liehen uns Kayaks aus. Eine halbe Stunde kostet etwa 4 Euro und
wir konnten direkt starten.
Nach einer kurzen
Einweisung, bis wohin wir paddeln durften, machten wir uns auf den Weg. Wir
paddelten an einem Seelöwen-Rastplatz vorbei, wo die Hälfte der Seelöwen am
Chillen und die andere Hälfte am Kämpfen war.
Es war ein super
schöner, sonniger Tag und vom Meer konnten wir fast alle Hügel von Valparaíso
sehen. Das Meer hingegen war kalt, deshalb fielen wir nicht ins Wasser. Nach fast
einer Stunde gingen wir aus dem Wasser. Da nicht so viele Interessenten an
Kayaks da waren, hörte die halbe Stunde einfach nicht auf. Wir hätten sogar
noch länger herumfahren können, aber letztlich hatten wir schon alles erkundet
und mussten auch noch Einkaufen gehen.
Am Abend waren
wir zu einem Musik-Theaterstück eingeladen. Im ehemaligen Gefängnis von
Valparaíso führte eine Gruppe von Theaterleuten und Tänzern eine
Flamenco-Darbietung auf. Am Anfang verstand ich nicht so richtig um was es
ging, da es wirklich mehr Tanz als Theaterstück war, aber dann wurde plötzlich
José in einem Duell getötet und ich verstand mehr und mehr, was passierte. Armer
José.
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| María Paz nicht zufrieden mit meinen Anfängerfehlern beim Selfie-Schießen |
Am Sonntag stand
ein weiteres Topevent Valparaísos auf dem Programm: Valparaíso Cerro Abajo. 34
Teilnehmer aus aller Herren Länder stürzten sich auf Mountainbikes die Hügel von
Valparaíso hinunter. Auf dem Weg gab es alle möglichen Rampen, Treppen und
Sprünge zu überwinden und sogar durch ein Haus verlief die Rennstrecke. Wer
sehen möchte, wie das aus Fahrersicht aussieht, dem empfehle ich HIER zu
klicken und sich das Video anzusehen.
Wir hatten die
Zuschauersicht, begannen beim Ziel und liefen dann stückweise nach oben. Etwa
alle zwei Minuten kam dann ein Fahrer in einem Affenzahn vorbeigerast. An
Zuschauern mangelte es wahrhaftig nicht. Entlang der gesamten Rennstrecke
standen und wuselten sie umher, wie eine große Ameisenstraße. Die Anwohner der
Strecke verkauften vor ihren Häusern Snacks, Essen und Getränke, oder boten
ihre Toiletten an. Am Ende gewann der gleiche wie letztes Jahr (Tomás Slavík
aus Tschechien), ein Chilene wurde dritter und ein Deutscher vierter.


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