Valparaíso

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Montag, 26. Februar 2018

Urlaub Teil 1 - Curacautín


Ich fuhr mit dem Nachtbus nach Victoria und in den Morgenstunden direkt weiter in die Kleinstadt Curacautín, die nördlich vom Nationalpark Conguillío liegt. Ich kam am Hostal an und begann, meinen Aufenthalt ein bisschen zu planen. Von Valparaíso aus hatte ich schon einige Routen herausgesucht, aber es gab viele Dinge, die mir noch unklar waren und deshalb war es schlauer, das vor Ort zu machen. Die Reiseagentur neben dem Hostal half mir dabei, und ich erfuhr unter anderem, dass der Conguillío in diesen Tagen überfüllt mit Touristen war. Außerdem startete von der Agentur am Nachmittag eine Raftingtour, der ich mich spontan anschloss.


Mit fünf Damen aus Santiago und einem lustigen Guide fuhren wir in dem großen Gummiboot den Río Cautín herunter, der ein paar Stromschnellen aufzuweisen hatte. Zwischendurch machten wir immer wieder Stops, um zum Beispiel von einem höheren Baumstumpf aus ins Wasser zu springen, oder nutzten das Boot als Art Wasserrutsche. 


Nach etwa drei Stunden fuhren wir zurück zum Hostal und ich ruhte mich aus. In der Küche lernte ich einen Franzosen und eine Polin kennen, die – wie ich auch – am nächsten Tag in den Nationalpark Malalcahuello wollten. Das Gute war: sie hatten ein Auto und nahmen mich mit. Zuerst fuhren wir ein Stück und wanderten dann zum Crater Navidad.


Dies ist ein kleiner Krater neben dem Vulkan Lonquimay, der erst 1988 bei einem Ausbruch entstanden ist (am 25. Dezember, deshalb heißt er „Navidad“). Man konnte sogar ein Stück in den Krater einsteigen und dort war ein extrem tiefes Loch, was wir mit einem Steinwurf austesteten. Wir beschlossen, heute lieber nicht hineinzufallen, denn der Stein prallte erst nach mehreren Sekunden Flug auf dem Boden auf.


Wir machten dann noch eine weiter Tour von knapp zwei Stunden durch einen Araukarienwald, wo wir am Ende schöne Sicht auf die Vulkane Lonquimay und Llaima hatten. Nun war es aber schon Zeit, sich Gedanken um einen Zeltplatz zu machen. Da man im Nationalpark nicht zelten darf, schlug ich Laguna Blanca vor, einen See, von dem ich gehört hatte, dass man dort zelten kann.


Leider konnten die beiden die letzten 7 Kilometer nicht mehr mit dem Auto befahren und mussten umdrehen. Ich lief noch knapp zwei Stunden, bis ich an der Lagune ankam. Da traf ich Andrés, der den Zeltplatz, Kanuverleih für die Lagune und die beiden Hunde Beni und Winnetou betreut. Er schlug mir vor, noch einen schnellen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt zu machen, und ich war sofort dabei. In der Abendsonne sahen die Araukarien (das sind die typischen Bäume in dieser Region) noch viel besser aus.


Er zeigte mir auch den Weg zum Nationalpark Malalcahuello (von der anderen Seite) und nutzte die Gelegenheit, um mit seinen Freunden zu schreiben, da er dort oben der einzige Ort mit Empfang war. Dann meldete sich aber bei uns beiden der Hunger und wir machten uns wieder an den Abstieg. Als wir am Zeltplatz ankamen, war es schon dunkel.


Wir aßen uns satt und plauderten am Lagerfeuer. Dann ging ich ins Zelt und schlief bis zum nächsten Morgen. So schön wie der gestrige Tag geendet hatte, begann auch dieser: Ich machte mir Porridge und aß mit einem herrlichen Blick auf den Vulkan Tolhuaca.


Am Vormittag lief ich dann eine Tour, die mir Andrés empfohlen hatte, zum Aussichtspunkt der Kondore. Diese ließen sich zwar nicht blicken, aber es war trotzdem eine tolle Tour, vorbei an vielen Araukarien. 


Dann packte ich meinen Rucksack und lief Richtung Curacautín. Die letzten Kilometer wurde ich zum Glück vom einzigen Auto das vorbeikam, mitgenommen. Ich schlief noch eine Nacht im Hostal und fuhr dann im Bus weiter.

Denn dies war der erste Urlaubsstreich, und der zweite folgt sogleich!

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