Valparaíso

Valparaíso

Dienstag, 12. August 2014

Die Uni geht los

Wir wurden hier richtig gut aufgenommen in Valparaíso. Unsere Tutorin Paulina kümmert sich sehr gut um uns und wir haben bisher jeden Tag etwas unternommen. Einmal sind wir nach Viña del Mar gefahren. Viña und Valparaíso hängen zwar direkt zusammen und die Uni liegt ziemlich in der Mitte, aber die Unterschiede zwischen den beiden Städten sind doch gewaltig. In Viña ist es sehr sauber, es gibt viele teure Hochhäuser und eine wahnsinnig lange Strandpromenade. Dafür sind die Preise auch im Gegensatz zu Valparaíso deutlich höher. Trotzdem hielt uns das nicht davon ab, ein leckeres Eis zu verspeisen.
Die berühmte Blumenuhr von Viña del Mar.

An einem anderen Tag waren wir mit allen Tutoren und Internationalen im Botanischen Garten zum Grillen. War auch ziemlich cool und viele hatten irgendwelche Leckereien aus ihrem Land dabei, auch wir waren mit einem Eimer voll matschigem Kartoffelsalat angereist, der aber durchaus seine Abnehmer fand. Dann liefen wir noch im riesigen Botanischen Garten umher.
Eine kleine Gruppe von Tutoren und Internationalen.

Tja, und dann gibt es ja da auch noch diese Uni. Die fing einfach am Montag an. Es gab einen kurzen Spanischtest am Morgen, damit wir auf die Kurse aufgeteilt werden können, war aber keine große Sache. Ein paar Sätze, die man vervollständigen musste, und dann noch 3 Fragen, zu denen man je zehn Zeilen schreiben sollte. Direkt danach hatte ich auch meine erste Vorlesung,  Zeitreihenanalyse II. Aber das war glaub ich eher eine unübliche Vorlesung. Der Professor konnte nämlich kein Wort Spanisch und sprach Englisch mit einem sehr starken Akzent, sodass ich ihm nur gerade so folgen konnte. Für die anderen Studenten war es noch viel schwerer. Einmal plauderte der Prof so vor sich hin und stellte plötzlich eine Frage. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich der einzige im Raum war, der überhaupt gemerkt hat, dass es eine Frage war. Die Antwort wusste ich trotzdem nicht.
Deutlich cooler war die Vorlesung in Nichtlinearer Optimierung am nächsten Tag. Die war richtig schön strukturiert, mit einigen netten Beispielen zur Motivation und auch gut verständlich.
In der Mensa habe ich noch gar nicht gegessen. Am ersten Tag habe ich mir ein Menü in der Cafeteria gegönnt. Es stehen aber auch überall Mikrowellen rum und deshalb habe ich mir am zweiten Tag einfach am Morgen in einer Bäckerei zwei Empanadas de queso gekauft und warmgemacht.


Da ich in der Uni die Kamera bisher noch nicht dabei hatte, kann ich hauptsächlich mit Fotos vom Sonnenuntergang von unserer Dachterrasse aus dienlich sein. Ist aber auch nicht übel. Morgen habe ich übrigens den ganzen Tag frei.

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