Eigentlich hatte ich gar nicht vor, darüber einen Artikel zu schreiben, denn ich habe weder Fotos noch Videos, noch war es jetzt mega aufregend.
Aber ich habe gesehen, dass selbst in Deutschland darüber berichtet wurde ("Schweres Erdbeben erschüttert Zentrum von Chile", Süddeutsche Zeitung, 24.08.2014), also werde ich doch mal die ein oder andere Zeile dazu schreiben. Erstmal die Fakten, dann ein kurzen Erfahrungsbericht. Das Epizentrum des Bebens lag 37 Kilometer nördlich von Valparaíso, wo ich wohne. Das Beben dauerte nach Angaben des Katastrophenschutzes 30-40 Sekunden und hatte ein Stärke von 6,2.
Da es schon den ganzen Tag regnete und kalt war, machte ich die Hausaufgaben in meinem Bett. Und plötzlich fing es an zu rumpeln, zu schwanken und zu beben. Die Ruhe bewahren, so lautet die wichtigste Regel wurde uns gesagt, also tat ich erstmal nichts. Als es dann nicht sofort aufhörte, wurde ich doch etwas unruhig und wollte mich gerade aus dem warmen Bett quälen, als es auch schon wieder aufhörte. Dann zitterte die Erde noch ein Weilchen ganz leicht, aber das war es auch schon.
Schäden gabs in meinem Haus gar keine, bei manchen anderen sind Sachen runtergefallen, wie Tassen oder Wasserkocher. Und bei ein paar Häusern Teile von Dächern. Der einzige Schaden, der mich direkt betroffen hat, war dass es einen Erdrutsch gab und die Metro noch die darauffolgenden Tage nicht fahren konnte. Aber ansonsten war es gar nicht so aufregend, wie es in den Medienberichten klingt. Also alles bestens hier.
Carlos, ein anderer Austauschstudent (aus Kolumbien) war zu der Zeit des Erdbebens gerade in einem Supermarkt und hat mir dieses Foto zukommen lassen (damit dieser Blogeintrag wenigstens ein Bild hat, für alle die die zu faul sind, den ganzen Text zu lesen ;) ).
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