Da am Freitag in der ersten Woche gleich mal ein Feiertag war, packten wir die Gelegenheit am Schopfe und gingen Skifahren.
Deshalb klingelte mein Wecker schon enorm früh, um 5 Uhr und ich quälte mich aus den Federn. Ein Collectivo brachte mich zum Terminal und um 6 Uhr fuhr ich von dort nach Santiago, was anderthalb Stunden dauerte. Dort traf ich mich dann mit anderen Studenten und auch mit Magdalena, die die Tour für uns organisiert hatte. Wir mussten noch auf ein paar Nachzügler warten und fuhren dann in einem Collectivo etwa zwei Stunden ins Skigebiet Valle Nevado.
Dort bekamen wir alle Ski und Schuhe und los gings. Die Wetterbedingungen waren hervorragend, Schnee war auch gut und ich hatte noch schnell ein leckeres Snickers gegessen, also mir gings blendend.
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| Meine Skifahrergruppe (v.l. Magdalena, Gireg, Thibaut) |
Zunächst waren wir nur zu viert unterwegs, der Rest der Gruppe stand nämlich das erste Mal auf Skiern und musste erstmal einen Kurs belegen. Also hatten wir alle Freiheiten und zischten durchs ganze Skigebiet. Mittags bekamen wir Burger und Pommes.
Der Kurs der Anfänger war dann vorbei, deshalb unternahm ich mit Felipe, einem Mexikaner (übrigens der einzige Austauschstudent außer mir der auch Mathe studiert) eine Abfahrt, die sich aber in die Länge zog. Tapfer kämpfte er sich den Berg runter und am Ende noch einen Ziehweg entlang, aber wir brauchten ewig.
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| Ausblick vom höchsten Punkt (3670 m). |
Plötzlich kamen wir an einen Hang und da lagen ein paar Menschen rum, einer hatte sich auch in einem Netz verfangen. Bei näherem Hinsehen sahen wir, dass es ein paar der anderen Fahranfänger waren. Da wir schon spät dran waren, half ich ihnen auf und fuhr dann runter, um Bescheid zu sagen, dass es noch etwas dauern würde. Aber letztlich kamen doch alle gesund und munter an und wir konnten die lange Heimreise antreten.
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| Die Gruppe erschöpft aber glücklich auf der Heimfahrt. |
Eigentlich wäre ich sofort eingeschlafen, aber ich konnte nicht, weil die Aussicht aus dem Busfenster so überragend war. Die Sonne ging in dunklen Orangetönen unter und um die tieferen Andengipfel hatten sich Nebel gebildet, die auch alle von dieser Farbe waren.
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| Das sieht zwar auch ganz nett aus, aber das was ich beschrieben habe, noch viel besser. |
Abends um 22 Uhr kam ich wohlbehalten, aber platt wie eine Flunder, bei unserem Appartement an.
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